Alcatel SHINE LITE ausprobiert – der edle Android Einsteiger

Vor nicht allzu lange Zeit hatte ich die Gelegenheit das Alcatel Idol 4s in die Hand zu bekommen. Das Smartphone hat mich begeistert. Edle Verarbeitung traf potente Technik. Heute möchte ich euch ein Smartphone aus demselben Hause vorstellen. Das Alcatel SHINE LITE. Hält es, was der Name verspricht?

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Lieferumfang

In der Verpackung findet man die üblichen Bestandteile bei Smartphones. Der Hersteller gibt ab Werk neben einem microUSB Kabel, den In-Ear Kopfhörern, einer Menge Papier und natürlich dem Handy auch eine Klarsicht-Hülle mit in die Verpackung.

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Design, Materialien & Verarbeitung

Das Alcatel SHINE LITE ist ein 141,5 x 71,2 x 7,45 mm großes und 156 Gramm schweres Einsteiger-Smartphone. Hat man das Telefon jedoch zum ersten Mal in der Hand, sieht es schon etwas anders aus, denn hier hat man eher das Gefühl ein hochpreisiges Gerät in der Hand zu haben. Aluminium und Glas wurden hier verarbeitet und das fühlt sich sehr gut an. An der Vorderseite findet die kapazitiven Buttons für Zurück, Home und das Multitasking. Die Ränder über und unter dem Display sind wie schon beim Idol 4s auch beim SHINE LITE etwas groß geraten. Vielleicht kann Alcatel bei dem nächsten Modell hier noch mehr herausholen und die Screen2Body Ratio weiter erhöhen.

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An der linken Seite hat Alcatel den Slot für die SIM untergebracht. Am unteren Rand findet sich ein Mikrofon, der Lautsprecher, der nicht besonders gut klingt und den man sehr leicht verdecken kann und der microUSB Anschluss. .

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Oben finden wir den Kopfhöreranschluss und ein weiteres Mikrofon. Der Rahmen aus Aluminium fasst sich ziemlich gut an, wobei die Kanten zum Displayglas und zur Rückseite etwas weicher sein könnten. Es fühlt sich etwas scharfkantig an. Dennoch hat man ein gutes Tragegefühl und es ist nicht zu rutschig.

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Fehlt nun noch die Rückseite, die auch komplett aus Glas ist. Dort findet sich neben der Kamera und dem Blitz übrigens auch ein Fingerabdrucksensor. Die Performance des Sensors ist ganz gut und entspricht in etwa dem Niveau von Touch ID 1.0 aus dem iPhone 5s / iPad Pro. In dem Preissegment nach wie vor ein ungewöhnliches Feature. Verarbeitungstechnisch kann man Alcatel absolut nichts vorwerfen. Hier ist man auf einer ebene mit den Top-Modellen in dem Android-Markt. Einzig die ziemlich starke Fingerabdruckanfälligkeit trübt das Bild etwas. Aber das Problem haben alle Geräte aus Glas!

Technik & Software

Außen ist das SHINE LITE also hui! Und innen? Das Display ist mit 5 Zoll angenehm bemessen. Alcatel verbaut hier ein IPS LCD Panel mit einer HD ready Auflösung von 1.280 x 720 Pixel. Das Panel wird für den Otto-Normalverbraucher ausreichend scharf sein. Beim genauen hinsehen erkennt man jedoch leichte Treppchen im Display. Auch die Helligkeit könnte auf der maximalen Stufe etwas kräftiger sein, um auch direktem Sonnenlicht gewachsen zu sein. Für die Darstellung der Inhalte mit entsprechend Schwung sorgt ein MediaTek MT6737 Prozessor mit der ARM Mali-T720 MP2 GPU. Unterstützt wird der Chipsatz von insgesamt 2 GigaByte Arbeitsspeicher und 16 GigaByte internen Speicher. Wie die Hardware im Leistungstest wegkommt? Dazu später mehr.

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Das Smartphone kommt mit Android 6.0 Marshmallow zu euch. Alcatel war so freundlich hier kaum etwas an dem Stock Android Look zu verändern. Man findet hier und da ein etwas angepasstes Design und leicht veränderte Icons aber sonst ist das System unangefasst, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Auch mit Bloatware hat man sich zurückgehalten. Man findet insgesamt 4 Apps, die man deinstallieren kann, darunter auch Shazam. Das war es dann auch schon. Insgesamt bleiben euch von den 16 GB 10,6 GB über. Wem das nicht reicht, der kann über eine microSD Karte noch einmal nachlegen.

Performance

Mit den wenig potenten technischen Spezifikationen im Rücken verliert das SHINE LITE auch den Gaming Test. Grafikintensive Spiele laufen auf dem Smartphone kaum flüssig. Als Beispiel: Bei Asphalt 8 will kein richtiger Spielspaß aufkommen. Flüssig ist anders. Unterstützt wird das Spielen oder Video schauen durch den kleinen Lautsprecher an der Unterseite. Dieser klingt blechern, fängt in höheren Lautstärken an zu knarzen und kann ziemlich leicht verdeckt werden. Hier nochmal das Gerät im Benchmark-Vergleich zu ein paar Konkurrenten:

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Die Benchmarkwerte sind nahezu ein Schlag ins Gesicht. Was neben der Geschwindigkeit auch noch wichtig ist? Die Akkulaufzeit! Der verbaute 2460mAh starke Akku macht einen recht guten Job. Im Alltag kam ich locker über den Tag.

Kamera

Alcatel hat in sein SHINE LITE eine 13 Megapixel Kamera mit einer Blende von f/2.2 auf die Rückseite gesetzt. An der Front findet man eine 5 Megapixel Kamera die ausreichend gute Selfies macht und für Videotelefonie parat steht. Wenn man relativ gutes Licht hat, macht die Kamera ganz passable Fotos. Dennoch kann man hier keine besonders hohe Punktzahl vergeben. Den Fotos fehlt es an Schärfe und Detailgrad, vor allem zum Rand hin. Außerdem stellt sich auch relativ schnell ein Rauschen ein, wenn die Bedingungen nicht dem Optimum entsprechen. Hier sind ein paar Samples:

Fazit zum Alcatel SHINE LITE

Alcatel weiß wie man Smartphones baut, zumindest haben Sie das für mich mit dem Idol 4s bewiesen. Auch beim SHINE LITE kann man dem Hersteller zumindest nicht den Vorwurf machen, dass die Äußerlichkeiten nicht passen würden.

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Innen sieht es dagegen nicht ganz so rosig aus. An der Hardware merkt man stark, das gespart werden musste bzw. dass ein gewisser Zielpreis erreicht werden sollte. Grafik- oder rechenintensive Anwendungen treiben das Smartphone schnell an seine Grenzen. Die Untermalung mit entsprechendem Sound ist leider auch nicht gegeben. Auch die Kamera kommt nicht besonders gut weg. Am Ende steht als Ergebnis ein Smartphone für knapp 190 Euro, welches ähnlich teuren Konkurrenten wie dem Honor 5x oder dem Moto G4 einfach nicht ebenbürtig ist! Irgendwie schade.

 

 Vielen Dank and Alcatel für die Bereitstellung des Gerätes!

Olli
Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
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www.stereopoly.de

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.

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