
Die neue Version des E-Book-Readers Kindle ist nicht nur an vielen Stellen besser geworden, sondern Amazon korrigiert auch den Preis nach unten. Außerdem gibt es jetzt neben einer Version mit 3G und WiFi auch eine günstigere, reine WiFi-Variante.
Amazon möchte den Kindle zu einem Erfolgsmodell machen. Letzte Woche erst verkündete das Online-Versandhaus, dass der Verkauf von E-Books in den USA erstmals den von Hardcover-Büchern aus Papier überholt hat. Außerdem hätten sich die Verkaufszahlen des Kindle seit Juni verdreifacht. Anfang Juli war ein Modell mit größerem Display, der Kindle DX, vorgestellt worden und schon einen Monat vorher berichteten wir über die Gerüchte, dass es einen dünneren Kindle unter dem Namen Shasta geben sollte.
Nun, der Name stimmt nicht, vieles andere schon: Der neue Kindle ist bei gleicher Displaygröße von 6 Zoll deutlich kleiner, dünner und leichter geworden. Er wiegt nur noch 247 Gramm und misst 19,1 x 12,2 Zentimeter. Beim Display setzt Amazon allerdings weiter auf E-Ink und verzichtet auf einen Touchscreen. In Zeiten der Tablet-PCs eine eindeutige Botschaft: Mit den Multifunktionsgeräten will Amazon erst gar nicht in Konkurrenz treten. Stattdessen konzentriert man sich auf die Kernfunktionen von E-Book Readern. Dazu passt, dass der Kontrast um 50 Prozent besser sein und das Umblättern schneller gehen soll als beim Vorgängermodell. Die Akkulaufzeit von bis zu einem Monat reicht auch für einen längeren Urlaub, die 4 Gigabyte Speicher schlucken dafür auch mehr als genug Literatur.
Bislang waren alle Kindles mit kostenlosem 3G ausgestattet, worüber man neue E-Books bei Amazon kaufen kann. Den neuen Kindle gibt es auch in einer Version, die lediglich WiFi-fähig ist. Mit 3G und WiFi soll der Kindle E-Book Reader 189 US-Dollar kosten, die reine WiFi-Version ist für 139 US-Dollar zu haben. Umgerechnet sind das ungefähr 145 beziehungsweise 106 Euro. Bestellt werden kann der Kindle ab sofort, ausgeliefert wird er ab Ende August. Nach wie vor geht das aber nur über die US-Seiten von Amazon.
Das größte Manko des Kindle bleibt leider vorerst bestehen: Die passenden digitalen Bücher verkauft nur Amazon. Und da sind deutschsprachige E-Books Mangelware. Doch vielleicht ändert sich das ja in absehbarer Zukunft. Denn ansonsten steht der Verbreitung der Kindles in Deutschland, meiner Ansicht nach, nicht mehr allzu viel im Weg.
[Bild: Amazon]


















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