
Apple hatte diese Aktion in der letzten Woche bereits angekündigt. Nun ist sie in die Tat umgesetzt worden. Aus dem App-Store sind um die 5.000 Programme und Applikationen geflogen, die nicht in Apples „saubere Policy“ passen, da sie sexuelle Inhalte besitzen.
Die Website Techcrunch hat eine Email von Apple, die an Chillifresh, dem Entwickler von Wobble iBoobs ging, veröffentlicht. Hieraus geht hervor, dass die Richtlinien des App-Stores überarbeitet werden und sexuell anstößige Inhalte aufgrund von Beschwerden seitens einiger User aus dem Angebot entfernt werden.
John Atherton von Chillifresh hatte sich daraufhin an Apple gewandt und sich nach den neuen Regeln erkundigt und bekam folgende Antwort:
Apples 7 Regeln für ein ‚keusches’ iPhone:
- Keine Bilder von Frauen in Bikinis (Eisläuferinnen in engen Anzügen sind ebenso wenig erwünscht)
- Keine Bilder von Männern in Bikinis (Hier fragte Atherton nicht nach Eisläufern)
- Keine Haut
- Keine Silhouetten, die wackelnde Brüste andeuten könnten (hier bezieht sich die Antwort speziell auf Wobble)
- Keine sexuellen Anspielungen oder Assoziationen (Begriffe wie: boobs, babes, booty, sex, etc. wurden verbannt)
- Inhalte dürfen die User nicht sexuell erregen (Ob Wobble wirklich so etwas auslösen könnte, ist fraglich)
- Apps, die sexuelle Inhalte implizieren oder darstellen, werden nicht genehmigt (nur seltsam, dass GQ und die BILD-App immer noch da sind – oder ist das „BILD-Girl“ entfernt worden?)

Ich halte es für höchst bedenklich, dass Apple solche Schritte der Zensur geht. Sicherlich war die App-Politik nie durchschaubar, außerordentlich restriktiv und willkürlich, doch dem User vorzuschreiben, ob auf seinem Phone nun nackte oder halbnackte Menschen zu sehen sind, ist ein starkes Stück. Bald wird vermutlich noch ein Filter für die integrierte Kamera installiert, sodass damit auch nur bestimmte Fotos geschossen werden können, die zum puritanischen Image des Konzerns passen.


















Es wird ein neuer Store nur für solche sexuellen etc. Inhalte eröffnet werden. Man will die Kundschaft trennen, aber man wird weiterhin abkassieren.
So eine Trennung ist unheimlich albern, schließlich hätte Apple im Store bereits die Möglichkeit nach dem Alter des Kunden zu fragen. Und wer sowas haben will und nicht die Altersbarriere überschritten hat, greift einfach zu Cydia.
Und wie erwähnt, sind einige Apps mit “sexy Inhalten” immer noch über den App-Store zu bekommen.
[...] stereopoly [...]
Egal ob iPod, iPhone oder iPad: Mir gefällt der Gedanke, dass ein Hersteller bestimmt, welche Software ich auf meinem Gerät laufen lassen darf, ganz und gar nicht.
[...] dem Porno-Bann erwuchs eine kleine Bewegung von Künstlern, die sich zum Auftrag gemacht hat [...]
[...] freuen. Wider Willen muss Steve Jobs, der bereits sämtliche Anwendungen mit pornografischen Inhalten aus dem App-Store entfernen ließ, somit dabei zusehen wie sein Unternehmen der Pornoindustrie behilflich [...]
[...] Über den neuen Video-Sex-Chat wird Jobs sicher keineswegs erfreut sein. Bekanntermaßen ist er ein Porno-Gegner. Aus diesem Grund ließ er bereits tausende Apps aus dem Apple-Store entfernen. [...]