Apple iPhone: vierstelliges Passwort lässt sich in weniger als zwei Minuten knacken


Früher hat man sein Mobiltelefon verloren und sich höchstens darüber geärgert, dass jetzt das teure Gerät und sämtliche Nummer weg sind. Heute ist das anders. Auf modernen Smartphones haben Nutzer teilweise höchst sensible persönliche Daten gespeichert, ganz zu schweigen von privaten Bildern und Videos. Das kann schnell zum Problem werden, falls das Gerät in die falschen Hände gerät. Einen vermeintlichen Schutz gegen solche Vorfälle bietet etwa beim iPhone das optionale vierstellige Passwort, das vor jeder Benutzung eingegeben werden muss.

Ich habe bewusst von vermeintlichem Schutz gesprochen, denn wie nun bekannt wurde, kann beispielsweise die Polizei diesen vierstelligen Code in weniger als zwei Minuten knacken und auf sämtliche Daten des iPhones zugreifen. Möglich wird das durch die Software XRY der schwedischen Firma Micro Systemation. Diese umgeht nicht nur das Passwort, sondern entschlüsselt auch sämtliche Daten und speichert diese zur weiteren Verwendung auf einem PC. Offiziell können natürlich nur Sicherheitsbehörden die Software erwerben, aber naja, ihr wisst schon…

Übrigens: auch das vierstellige Passwort von Google Android knackt die Software mühelos. Was also tun, um private Daten zu schützen? Entweder speichert ihr diese erst gar nicht auf eurem Smartphone, oder ihr verwendet ein bedeutend längeres Passwort, das bedeutend schwerer zu knacken ist. Aber wer will schon vor jeder Verwendung ein zwanzigstelliges Passwort eingeben?

- via bgr -

Frank Feil

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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