Apple unterliegt: Amazon darf in den USA vorerst die Bezeichnung “Appstore” verwenden

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Apple ist Amazon vor Gericht in erster Instanz unterlegen. Apple hatte Amazon vorgeworfen mit dem Begriff “Appstore” irreführende Werbung zu betreiben. Amazon hat bereits vor längerer Zeit für ihre eigenen Kindle Fire Tablets auf Android-Basis ein eigenes Downloadportal eröffnet. Dieses ist in den USA unter dem Namen Amazon “Appstore for Android” bekannt und beworben worden. Auch Apples Plattform für den App-Download nennt sich App Store und hier fängt der Konflikt an.

Sämtliche Begriffe, die es in der Infrastruktur von Apple gibt, sind markenrechtlich geschützt. Das heißt diese Begriffe können nicht ohne weiteres von anderen Firmen aufgegriffen und verwendet werden. Der Begriff App Store/Appstore wurde 2009 zum Schutz eingereicht. Amazon und Microsoft setzen sich derzeit für einen Widerspruch ein, der Apple untersagt, diesen Begriff als geschützte Marke durchzusetzen. Durch den Rechtsstreit wurde der Widerspruch erst einmal auf Eis gelegt, da das Marken- und Patentamt zuerst den Ausgang des Verfahrens abwarten möchte.

Amazon hat das eigene Portal Appstore genannt und landete vor Gericht. Unter anderem warfen Apples Anwälte Amazon vor, den Kunden mit dieser Begrifflichkeit bewusst täuschen zu wollen, indem sie den eigenen Store mit dem von Apple gleichsetzen und die Kunden in dem Glauben lassen, dass sie dort das gleiche erwarte. Amazons Anwälte entgegneten, dass der Begriff mittlerweile so geprägt sei, dass “App Store” als allgemeine Beschreibung für ein Portal dieser Art gilt. als Beweis gaben sie an, dass sowohl Steve Jobs in der Vergangenheit und Tim Cook aktuell die Portale der Konkurrenz als App Stores bezeichnet.

Die Richterin schloss sich der Meinung von Amazons Anwälten an. “Das Gericht findet keine Belege für die Behauptung, dass Amazon vorsätzlich oder stillschweigend kommuniziert hat, dass sein Appstore für Android die gleichen Eigenschaften oder Qualitäten besitzt, die die Öffentlichkeit von Apples App Store oder Apples Produkten erwartet” wird sie auf Bloomberg zitiert. Amazon darf in den USA vorerst den Namen “Appstore” verwenden. In Deutschland sieht es etwas anders aus. Hier verwendet Amazon den Begriff “App Shop” statt Appstore. Wie das Ganze ausgeht, erfahren wir dann im August. Dann beginnt die Hauptverhandlung in diesem Fall.

Kindle Fire Tablets haben keinen Zugang zum Play Store und sind deswegen auf den Amazon App Shop/Store angewiesen, um neue Apps installieren zu können. Bereits in der Vergangenheit gerieten Apple und Amazon aneinander, nachdem Amazon in seiner Werbung für das Kindle und Kindle Fire diese Modelle mit Apple-Produkten verglichen hatte.

Amazons eigene Tablets verkaufen sich unterdessen wie geschnitten Brot. Nicht nur wegen der Werbung, sondern vor allem wegen der Subventionierung durch Amazon, die es ermöglicht den Endkundenpreis weit unter dem der Konkurrenz zu halten.

- Quelle: zdnet -
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