
Apple hat die Sony Reader App aus dem Appstore geworfen, weil diese gegen die Regeln verstoße. Die bereits auf Android verfügbare App ermöglicht es innerhalb der App, Inhalte direkt von Sony zu kaufen, ohne dass Apple daran mitverdient.
So etwas mag Apple natürlich gar nicht, weil sie daran nichts oder zumindest weniger verdienen. Schon längst verändert sich Apples Geschäftsmodell weg vom Verkauf von Hardware hin zum Verkauf von Inhalten auf einer kontrollierten Plattform. Solange Apple kein Marktführer vergleichbar mit Microsoft Windows in den 90ern ist, kann man ihnen die Spielregeln auch nicht diktieren – Anbieter wie Kunden können ja auf andere Plattformen wie Android wechseln.
Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack für diejenigen, die sich für Apple entschieden haben: Sie müssen solche Einschränkungen hinnehmen. Das tut derzeit angesichts der Flut von Apps und Angebot von Apple zwar nicht weh, könnte sich aber mit der Zeit verschärfen.
Wenn Apple den Sony Reader rauswirft, muss man sich nämlich fragen, warum dann die Kindle-App von Amazon noch verbleiben darf. Sie dient nämlich auch dem Konsum von Inhalten, die eben nicht über Apple sondern völlig außerhalb des App Store erworben wurden0. Einziger Unterschied: Amazon versucht nicht, den Verkauf innerhalb der App abzuwickeln, sondern öffnet dazu den Browser mit der Amazon-Webseite.
[via electronista]

















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