Apples Plan für iTunes in der Cloud gedeiht langsamer als erhofft – Fokus auf Videos

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Seit dem Kauf des Musikstreaming-Dienstes Lala durch Apple waren die Hoffnungen gr0ß, dass iTunes endlich in die Cloud wandert und wir wenigstens teilweise auf das Ungetüm der iTunes-Software verzichten könnten. Doch bis dahin scheint es nach neuesten Informationen noch ein weiter Weg zu sein.

Wie Boy Genious Report vor einiger Zeit erfahren hat, könnte iTunes in der Cloud ein großer Onlinespeicher für unsere gekaufte Musik sein  – überall wo wir uns aufhalten und einen Internetzugang haben, hätte wir die Möglichkeit uns von der eigenen Musik berieseln zu lassen. Da Lala bereits Ende Mai abgeschaltet wurde, hätten man erwarten können, dass auf der WWDC das neue iTunes vorgestellt wird, doch dem war nicht so.

Laut cnet soll sich der Launch verzögern, die Gründe dafür sind allerdings nicht so ganz klar und vielfältig. Ein Grund für das langsame Voranschreiten der Entwicklung soll der zurzeit anders gewichtete Fokus des Lala-Teams sein – diese arbeiten angeblich gar nicht an einem Musik- sondern an einem Videodienst – vielleicht für eine neues Apple TV? Überdies soll die Entwicklung von iTunes durch unklare Vorstellungen des Chefs der Internet- und iTunes-Abteilung Eddy Cue verzögert sein. Cue ist im übrigen die Hauptperson, die den Kauf von Lala vorangetrieben hat.

Falls Apple tatsächlich an einem umfassenden cloudbasierten Mediendienst bastelt, der neben Musik auch Videos und weitere Medien speichern wird, ist die zeitliche Verzögerung nachvollziehbar. Eine private Medienbibliothek in der Wolke für alles, was auf iTunes erstanden wurde, klingt nicht übel. Dass der Konzern aus Cuptertino allerdings noch keine Deals bezüglich der Lizenzierung mit Plattenlabels ausgehandelt haben soll, ist schon seltsam.

Als weiterer elementarer Knotenpunkt in der Umsetzung von iTunes in der Cloud kann die für die anfallenden großen Datenmengen benötigte und in Bau befindliche eigene Serverfarm Apples in North Carolina sein. Diese soll bereits in diesem Jahr fertig werden und für die Datemnassen von iTunes Verwendung finden. Laut der Aussage von Apple CFO Peter Oppenheimer liegt der Bau im geplanten Zeitrahmen und wird in diesem Jahr noch fertig werden.

Wenn Apple sich allerdings nicht beeilt, könnte Google im Rennen um den Streaming-Service die Nase vorn haben. Denn nach aktuellen Informationen, könnte der Google Music bereits im November oder Dezember dieses Jahres an den Start gehen, wohingegen Apple bis dahin nach Aussagen des Artikels auf cnet lediglich einen limitierten Dienst anbieten könne.

[via intomobile, Fotos: flickr; dkalo; Conanil]