Betriebssystem erhöht die Datensicherheit

ubunut-privacy-remixWer kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass der eigene Rechner nicht von Viren oder Trojanern befallen ist? Besonders interessant ist dieses Thema im Zusammenhang mit dem so genannten Bundestrojaner. Auf dem Chaos-Computer-Club-Kongress SIGINT wurde in Köln nun eine Linux Live-CD vorgestellt, die den Nutzer vor staatlicher Überwachung schützen soll.

Die Live-CD basiert auf der neuen Version von Ubunto Linux, dass in der Version 9.04 vorliegt und hört auf den Namen Ubuntu Privacy Remix (UPR). Normalerweise setzen Geheimdienste oder Kriminelle vor der Ver- oder nach der Entschlüsselung an denn in diesen Momenten liegen die Daten im Klartext vor. UPR setzt genau hier an und will die Bearbeitung wirklich sensibler Daten in eine spezielle Arbeitsumgebung auslagern. Diese soll strikt von allem anderen getrennt sein, was sonst noch auf dem Computer läuft. Um die Trennung effektiv umzusetzen wurde der Linux-Kernel so verändert, dass Netzwerkhardware nicht mehr aktiviert werden kann. Außerdem werden lokale Festplatten ignoriert. So lässt sich eine bereits vorhandene Schadsoftware nicht in das Linux-System laden. Daten, die per Email verschickt werden können mit einem verschlüsselten Wechseldatenträger auf ein System mit Internetzugang geladen werden und von dort aus verschickt werden. Neben den genannten Sicherheitsmaßnahmen wurden in UPR noch einige wichtige Sicherheitsmaßnahmen eingebaut und auch der Komfort kommt nicht zu kurz. Bestimmte Programmeinstellungen können auf einem verschlüsselten Wechseldatenträger abgelegt werden. Der Komfort von UPR ist ohne Internetzugang recht niedrig. Allerdings kann man nur auf diesem Weg vermeiden, dass bereits vorhandene Schadsoftware Daten mitloggt und bei erster Gelegenheit versendet.

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