Bezahlen per NFC-Smartphone: Google kooperiert mit Mastercard und Citigroup

Google hat im Januar mit dem Google Nexus S eines der ersten Smartphones mit NFC-Chip vorgestellt. Dieses Gerät ist eines von vielen Geräten, die im Laufe dieses Jahres noch mit dieser Nahfunktechnologie auf den Markt kommen werden. Um diese Technologie auch langsam zu verbreiten, ist der Konzern bestrebt, die Entwicklung einer elektronischen Geldbörse voranzutreiben. Dafür hat Google nun das Kreditkartenunternehmen Mastercard und den Finanzdienstleister Citigroup an Bord geholt.

Einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) zufolge wird Google in Kooperation mit Mastercard, Citigroup und Verifone Systems die elektronische Geldbörse noch bis Ende 2011 an den Start bringen. Anstelle die Geldbörse zum Bezahlen aus der Hosentaschen zu zücken, soll in Zukunft das Android-Smartphone hervorgeholt werden, um dieses an einer Kasse mit NFC-Technologie entlangzuführen und den anfallenden Betrag zu zahlen. Zudem sollen Besitzer eines NFC-Smartphones mithilfe einer App ihr Kreditkartenkonto verwalten und ihre Ausgaben von unterwegs kontrollieren können.

Neben der Nutzung als Bezahlsystem beabsichtigt Google, Händlern einen Anzeigenservice anzubieten. Mit diesem lassen sich Deals für besondere Angebote, Rabattaktionen und ähnliches schalten. Durch die von Google gesammelten Daten lassen sich diese auch personalisieren. Von den Transaktionsgebühren wird Google laut des Berichts keinen Anteil erhalten.

Um die Akzeptanz für das neue Bezahlsystem von Anfang an zu stärken, sichern sowohl Mastercard und auch der Finanzdienstleister Citigroup zu, die Kosten für eventuelle unautorisierte Buchungen zu übernehmen, wie es auch bei Kreditkarten gehandhabt wird. Die NFC-Technologie sei laut des Analysten Nick Holland viel ausgereifter als die von klassischen Kreditkarten. Es sei schwieriger, die Nutzerdaten vom NFC-Chip auszulesen als vom Magenetstreifen der Kreditkarte.

„Because it’s contact-less there’s a perception people can grab it from thin air, but it’s actually a more sophisticated technology than credit cards with a magnetic stripe, making it more difficult to steal a consumer’s payment information.“

Wenn Googles Kooperation mit Citigroup und Mastercard positiv verläuft, könnte dies zu einem Ausbau der Kooperationspartner wie Banken, Kartenaussteller und Netzwerken führen. Damit lässt sich  zugleich der Kundenstamm erweitern. Zurzeit steht Google mit seinen Bestrebungen auf dem NFC-Sektor an vorderster Front im Rennen um die elektronische Geldbörse. Wie sich in den nächsten Monaten die Konkurrenz aufstellt, allen voran Apple, wird sich sehr bald herausstellen – spätestens wohl im Juni auf dem World Wide Developers Congress. Dann nämlich wird aller Voraussicht nach das iPhone 5 präsentiert.

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via VentureBeat –

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