Blogger-Frühstück Berlin: Von Headsets bis Smart Working

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Was denkt man als erstes, wenn man eine Einladung zum „Blogger-Frühstück“ erhält? Hm, eigentlich gar nichts Konkretes. Da ich auf so etwas noch nicht war, hatte ich auch keine Vorstellung, wie so etwas abläuft. Meine erste Assoziation, als ich von der Veranstaltung von Plantronics hörte, war die Erwartung von einem Schaulauf verschiedener Produkte, die zur IFA ordentlich gepushed werden sollen. Der Termin wäre passend. Aber es kam alles ganz anders…

Natürlich pünktlich um 10 Uhr zur offiziellen Eröffnung kam ich in der angesagten, im Retro-Stil eingerichteten Bar Oberholz in Berlin Mitte an. Dort warteten schon andere Blogger mit gelbem Armbändchen an der Theke und bestellten sich dort vom Milchkaffee bis hin zum Sandwich verschiedenste Leckerein for free. Nach einer kurzen Orientierungsphase fand ich schon die ersten Gesprächspartner. Schnell diskutierten wir über eher technische Aspekte von Blogs. Es fand ein reger Austausch darüber statt, welches Blogsystem man nutzt, wie man seinen Blog für Google ausrichtet und über die Herkunft der Leserschaft. Ein Gespräch, das sicher gerne viele belauscht hätten. Großen Dank für dieses tolle Gespräch an Zucker-Kommunikation, trabayo.de, palomar5.org und smartworkers.net.

Nachdem ich mich selbst mit einem biologischen Erfrischungsgetränk versorgt hatte, schaute ich mir die Produkte etwas genauer an, die seitens Plantronics dort vorgestellt wurden. Mir war nicht ganz klar, ob der Ghettoblaster da steht, um promoted zu werden, oder um uns mit satten Bässen zu versorgen?! Das Hauptaugenmerk legte Plantronics eindeutig auf die Bluetooth-Headsets und auf iPhone kompatible Geräte. Da ich aber selbst kein Freund der Mono-Headsets bin, gingen viele der technischen Details an mir vorbei. Kurz zusammengefassst war die Message: „Ja, wir können telefonieren und haben dabei beide Hände frei“, und „Nein, der Akku ist nicht nach 2 Stunden leer“.

Dann kam eine Ansprache von Philip VanHoutte, Managing Director von Plantronics Europa. Die Schlagworte waren “Smartworking”, “Unified Communications” und “Co-Working”. Bei all diesen Aussagen fand ich eine sehr interessant: Bei der Arbeit zähle weniger die geleistete Arbeitszeit, sondern das Arbeitsergebnis. Wenn ein Mitarbeiter seinen aufgetragenen Job in 2 Stunden erledigt hat, könne er nach Hause gehen. Super, den Job will ich auch haben, dann wäre ich jeden Tag um 9 Uhr zu Hause. Ein anderer Teilnehmer fasste diese Worte treffend zusammen: Der Arbeitnehmer soll nicht wie eine Orange ausgepresst werden, bis nichts mehr kommt. VanHoutte findet außerdem, dass auch der Ort, an dem die Arbeit geleistet wird, flexibel sein kann. Warum sollte man nicht in einem Café arbeiten, wenn einem die Arbeit dort leichter fällt? Vor allem bei kreativen Tätigkeiten meint er, gibt das richtige Ambiente den letzten Kick. Ich hätte gerne Herrn VanHoutte als Arbeitgeber! Er schränkt diese Arbeitsweise dann aber doch noch ein. Denn natürlich muss man an Arbeitsmaterial kommen und so weiter. Ja, und hier schließt sich dann wieder der Kreis mit den Headsets von Plantronics. Tolle Hinleitung!

Was mich noch beeindrucke: Die Location. Sie versprühte förmlich das Smartworking-Flair. Ich selbst war einer der absoluten Ausnahmen, die nicht mit einem Laptop (vorzugsweise von Apple) dort waren. Vor allem bei den normalen Gästen im Oberholz war dies zu merken. Jeder Gast saß vor einem Note- oder Netbook und gleich daneben lag das bekannte Smartphone. Tatsächlich hatten auch viele ein Headset – ob von Plantronics weiß ich leider nicht. Einige hatten sich dort ihr kleines provisorisches Office aufgebaut und es sah mächtig nach Business aus. Mein heimlicher Blick auf die Bildschirme offenbarte echtes Arbeitsfeeling. Das was ich sah, war alles andere als „Wasting Time“ im WWW.

Tja, und was sagt mein Bloggerherz nun nach dieser Veranstaltung? Ich fand das Blogger-Frühstück eine gelungene Aktion. Dabei hat der Gastgeber es verstanden, die Teilnehmer nicht zu sehr mit den Produkten zu beschäftigen, sondern eine offene Themenrunde zu gestalten. Interessant wäre eine kleine Vorstellungsrunde – damit man auch weiß, mit wem man es alles zu tun hat. So war es ein wenig steif. Aber ich hoffe wir werden noch zu vielen solcher Aktionen eingeladen und dann lernen wir uns alle noch ein bisschen besser kennen. Ich warte auf die nächste Einladung.

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