Cuil wäre sicher nicht halb so interessant, wenn es nur irgendeine weitere Suchmaschine wäre. Doch die Betreiber der Seite haben zum Teil vorher für Google gearbeitet, sind also erfahrene Insider mit hohen Ansprüchen. Dementsprechend messen sie sich nicht an anderen Startups, sondern gleich am Branchenriesen.
Die Lektüre der verschiedenen „Wir über uns”-Texte auf der Cuil-Homepage gewährt Einblick in diese hochinteressante Welt: Cuil habe mit rund 120 Milliarden indexierter Seiten eine dreimal größere Basis für die Suche nach Inhalten. Googles Datenbasis von 30 bis 50 Milliarden Seiten werde dem Wachstum des Internets nicht gerecht, außerdem sei die Popularität von Internetseiten nicht in jedem Fall ein Gradmesser für die Relevanz der Suchergebnisse.
Dieses Konkurrenzangebot, das damit wirbt, die größte Suchmaschine im Internet zu sein, soll einen Index von mehr als 120 Milliarden Seiten umfassen – etwa dreimal so viele wie der von Google. Beweisen lässt sich diese Behauptung nicht, aber die Frage ist auch viel eher: Macht die Masse wirklich den Unterschied? Ist nicht viel eher die Qualität der Suchergebnisse entscheidend?
Die Suche
Gegründet wurde Cuil unter anderem vom ehemaligen IBM-Manager Tom Castello und von Anna Patterson, die einst für die Architektur von Googles großem Suchindex TeraGoogle verantwortlich war, der 2006 in Betrieb genommen wurde. Dritter Gründer ist Russell Power, der zuvor bei Google die technische Leitung der TeraGoogle-Server innehatte. Zudem beschäftigte er sich mit Webranking und automatischer Spam-Erkennung.
Letzte Woche startete Cuil offiziell und verspricht eine reichhaltigere Darstellung von Suchergebnissen, gepaart mit Möglichkeiten, diese zu strukturieren. Zunächst fällt die Darstellung in drei Spalten mit passenden Bildern auf, die auf zwei Spalten umschaltbar ist. Zudem werden die Suchergebnisse in Tabs zu bestimmten Schwerpunkten gegliedert. Zu den Suchergebnissen werden passende Kategorien angezeigt, die auf weitere Suchanfragen verweisen.
Bei der Eingabe von Suchanfragen schlägt Cuil nicht nur weitere Suchwörter vor, sondern zeigt auch zur Eingabe besonders gut passende Websites an, erkennbar am eingeblendeten Logo. Beim ersten Ausprobieren waren die Suchergebnisse bereits sehr ordentlich. Vornehmlich englische Webseitenangebote werden aufgelistet und übersichtlich dargestellt.
Wir von Stereopoly erhoffen uns aber noch eine besser Suche nach deutschen Lokalisierungen. Um sich von Google abzugrenzen, verzichtet Cuil darüberhinaus auf die Erhebung von persönlichen Daten und Suchanfragen des Nutzers werden nicht gespeichert.
Stereopoly wünscht sich eine Verbesserung des Suchangebots und verfolgt die Entwicklung der Suchmaschine Cuil weiter. Was haltet ihr vom Angebot und der möglichen Konkurrenz für Google?
Wie groß das Internet ist und wie sich das Internet entwickelt erfahrt ihr im Artikel Wie groß ist eigentlich das Internet?

















na lässig. aber aussprache und schreibart sind für mich total witzig. aber passt. und vorallem IBM Manager und die Patterson. naja lässiges team! bin gespannt, wie das alles wird. werde dies bei euch hier weiterverfolgen!
Schreibfehler.. erstes fettgedrucktes 120 millionen sollte milliarden heissen oder?
Google hat doch letztens bekannt gegeben, dass sie 1.000.000.000.000 Seiten indiziert haben. Das ist eine Billion. Oder Trillion, wie die Amerikaner sagen.
@Stefan: Diese Zahl ist lediglich ein Ergebnis des »gesamten Internet«, nicht aber des Google-Index. Google stellte mit 1 Billion Seiten bloß die Gesamt-Anzahl aller Internet-Seiten fest. Diese sind aber nicht gleich alle indiziert.
@ H
Du hast Recht… es tut mir leid…ein kleiner Zahlendreher…Natürlich nicht Millionen, sondern Milliarden! Ich habe es geändert!
Danke für die Aufklärung! Komisch, trotzdem kommen meine Besucher eher über Google als über Cuil.
@Stefan: Verständlich, denn schließlich ist Deutschland ein Google-Volk. Letzte Studien ergaben glaube ich zahlen von 98% Google-Nutzern. Ich kann ja auch sagen, dass wir von STEREOPOLY manchmal schneller sind als Heise oder Golem, aber wenn man halt nicht so bekannt ist, muss man kämpfen
Die Aussage von Stefan stimmt schon. Der Index von Google umfasst über eine Billion URLs: http://www.informationweek.com/blog/main/archives/2008/07/google_index_re.html
Interessant finde ich, dass dies der erste Beitrag ist den ich lese, in dem von guten Suchergebnissen bei cuil die Rede ist. Selbst die, die cuil kurzzeitig hypten, sind auf den Boden zurück gekehrt. Erstaunliche Ergebnisse