
Viel wurde über das Crunchpad berichtet und spekuliert. Dann hieß es plötzlich, dass dieser schicke Tablet-PC keine Zukunft hat und nicht in Produktion gehen wird. Eine Woche später heißt es plötzlich, dass das Crunchpad als joojoo bereits am 11.12.2009 vorbestellbar ist.
Die Entwickler des Crunchpad, Techcrunch und Fusion Garage, haben anscheinend lange friedlich zusammen gearbeitet und entwickelt. Doch kurz vor Fertigstellung und Präsentation des Produkts kam es zu einem unschönen Zerwürfnis zwischen den Parteien. Beide Seiten schieben sich nun gegenseitig die Schuld dafür in die Schuhe. Von Außen ist alles vermutlich verwirrender als es wirklich ist und sicher können sich nur wenige ein wirkliches Urteil darüber erlauben. Auf jeden Fall hat Techcrunch bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Denn der Fusion Garage Chef Chandra Rathakrishnan bringt das gemeinsame Projekt eben nun im Alleingang als joojoo heraus.
Was bekommen wir denn hardwaretechnisch beim joojoo geboten?
Bei dem joojoo handelt es sich um ein Tablet-PC mit einem 12,1 Zoll großen kapazitiven Breitbild-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. So einen großes Tablet hat es bisher noch nicht gegeben, so der CEO von Fusion Garage. Das Gewicht ist mit ca 1 kg bei weitem geringer als das eines MacBook Air.
Das System basiert auf der Open Source Plattform Linux und stellt lediglich einen Webkit-Browser bereit. Mit diesem erreicht man eine Nutzeroberfläche, mit der einige soziale Netzwerke und Websites wie zum Beispiel Facebook oder Newsseiten aufgerufen werden können. Eingaben nimmt man über eine virtuelle Tastatur vor. Die Startzeit des joojoo soll schlappe 9 Sekunden schnell sein.
Auf eine Installation anderer Programme wie Druckertreiber oder ein Dateisystem für den Nutzer wurde schlicht verzichtet. Ins Netz kommt man lediglich per WLAN, UMTS oder GPRS, andere Dienste stehen nicht zur Verfügung. Allerdings findet man weitere Anschlüsse wie einen Kopfhöreranschluss und einen USB-Port. Zum Speichern von Daten steht eine interne 4GB SSD Festplatte bereit. Die Batterielaufzeit des joojoo beträgt immerhin 5 Stunden.
Im Video sieht man, dass die Darstellung noch etwas hakelig ist, was aber hoffentlich durch eine bessere Software ausgemerzt werden kann. Wer sich für den Ex-Crunchgear Tablet-PC interessiert, kann sich ab dem 11. Dezember auf der joojoo-Webseite eines der Geräte für einen happigen Preis von 499 US-Dollar (ca. 340 Euro) vorbestellen. Der Preis ist im Vergleich zum zuvor angekündigten Crunchpad extrem angehoben worden. Denn dieses wurde für 200 US-Dollar (ca. 140 Euro)angepriesen.
Ich bin gespannt, ob die Vorbestellaktion noch bis zum 11. Dezember geht. Falls dem so ist, wäre ich mir dennoch nicht so sicher, ob die dann bestellten Geräte ausgeliefert werden. Schließlich ist der Rechtsstreit noch im Gange.
In diesem Video stellt der Fusion Garage Chef dass joojoo vor:



















[...] wird. Im Laden stehen jedoch wenige der heiß erwarteten Geräte. Beim joojoo, das Anfangs Crunchpad hieß, gibt es jetzt konkrete Angaben. Denn das joojoo lässt sich als Version mit WiFi auf [...]