
Aus den vergangenen Jahren kennt man Steve Jobs zumindest beruflich ausschließlich in Siegerpose. Entweder beim vorstellen innovativer Geräte, oder wie jetzt, beim Vorstellen der aktuellen Quartalszahlen. Demnach war 2009 das erfolgreichste Jahr aller Zeiten für Apple.
„Wir freuen uns, Sie über unser bestes Quartal aller Zeiten zu informieren“. In dieser oder in einer ähnlichen Form hat Steve Jobs bereits häufiger (hier die Pressemitteilungen über 2008, 2007 und 2006) die Öffentlichkeit über Apples glänzenden Erfolg aufgeklärt. Auch 2009 wird da keine Ausnahme und wird Analysten zu Folge das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte.
Sowohl iPhones als auch iMacs wurden in der letzten Periode besonders stark nachgefragt. Dabei hat der Verkauf der iPhones insbesondere in den USA alle Erwartungen übertroffen. Zusätzlich ist der iPhone Erfolg mit dem lang erwarteten Auslaufen der Exklusiv-Vereinbarungen mit einigen Anbietern zu erklären. Darüber hinaus sind neue solcher Vereinbarungen mit dem dazugehörigen Markteintritten in Korea und China geschaffen worden. Dahingegen lief das iPod Geschäft im Vergleich „nur“ nach den erwartet guten Zahlen.
Die wachsende Anzahl an Apple Stores hat besonders den „iPhone Boom“ zu spüren bekommen. Es ist in dem zu Ende gehenden Jahr weltweit zu einer wahren Geschenk-Alternative zu Weihnachten avanciert, sagt der Analyst Doug Reid von Thomas Weisel Partners. Aber auch die iMacs erfreuten sich einer überraschend hohen Nachfrage. Die Verkaufseinbußen durch die Auslieferungsschwierigkeiten mit dem neuen 27-Zoll iMac hat sich nicht negativ ausgewirkt. Vielmehr seien Nachfrage und Verfügbarkeit ständig stark geblieben, wodurch die Verkäufe im Dezember vermutlich die Erwartungen um etwa 10 Prozent übersteigen werden.
Und nun noch eine Zahl, die ich besonders beeindruckend fand. So schätzt Apple, im kommenden Jahr einen noch größeren Erfolg zu feiern und allein an iPhones etwa 32 Millionen Stück zu verkaufen. Ich finde das schon beeindruckend in Hinblick auf den (noch) zu zahlenden Preis für ein einzelnes Gerät und einer angeblichen Wirtschaftskrise, die uns umgibt. Statt Smartphone höre ich meistens den Begriff iPhone und statt MP3-Player entsprechend iPod. Die Geräte sind „in“, keine Frage, allerdings ist es doch erstaunlich, dass für den Stil und die Marke so viel mehr Geld ausgegeben wird, obwohl vielfach nur die einfachsten Funktionen verwendet werden. Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte mich nicht negativ gegen Apple Produkte aussprechen, doch frage ich mich bei solchen Zahlen immer wieder, ob es unsere Gesellschaft denn wirklich so schwer getroffen hat…


















Ich wage mal zu behaupten, dass es den durchschnittlichen Arbeitnehmer im Schnitt nicht wirklich hart getroffen hat. Man hört ja nur die Negativbeispiele wie Opel in den Medien, dass es dabei aber auch tausende Unternehmen gibt, die die Krise aufgrund von ökonomischer Weitsicht gut gemeistert haben, geht dabei oft unter.
Noch dazu kommt, dass die Preise für Produkte aus dem Hause Apple stetig fallen, so dass sich immer mehr Leute einen iMac oder ein iPhone leisten können.
[...] Die stetig wachsende Zahl an Downloads steht natürlich unmittelbar im Zusammenhang mit dem Absatzerfolg der Endgeräte iPod und iPhone. Steve Jobs ließ sich nach den guten Nachrichten sogleich zu einem Seitenhieb [...]