
Microsoft bringt eine kostenlose Variante von Microsoft Office 2010 heraus. Dabei handelt es sich um eine sogenannte „Starter“-Version. Man sagt: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Ich hab das trotzdem mal gemacht.
Die Vorteile von Office 2010 muss ich hier nicht noch einmal breittreten. Das hat Andreas ja schon gemacht und die Vorfreude auf Office 2010 gesteigert. Laut Microsoft kommt Office 2010 noch in diesem Jahr als geschlossene Beta-Version heraus. In den Nutzen davon kommt vorerst ein ausgewählter Kreis. Die finale Version soll im ersten Halbjahr 2010 erscheinen. Dann können alle von den Neuerungen profitieren.
In einem Blogeintrag von Microsoft kündigte man nun eine abgespeckte, kostenlose Version der Bürosoftware Office 2010 an. Dabei handelt es sich um eine “Office 2010 Starter Edition”, die die Programme Word und Excel mit den wichtigsten Funktionen beinhaltet. Das klingt ja erst mal super, doch schauen wir auf das Kleingedruckte im Beipackzettel:
Das Kleingedruckte + Kommentar:
In eingeschränkter Form
Die Starter Edition umfasst Word und Excel in eingeschränkter Form. Man bekommt nur die Basisfunktionen zum Erstellen, Bearbeiten und Betrachten von Dokumenten.
Das ist mehr als mickrig und reicht nicht mal für den alltäglichen Gebrauch.
Auf neuen PCs
Starter bedeutet, dass diese kostenlose Version exklusiv auf neuen PCs verfügbar sein wird. So wie es jetzt eine 90 Tage Testversion gibt, haben neue PCs dann die abgespeckte Version von Office 2010 vorinstalliert. Diese ist allerdings nicht zeitlich begrenzt. Die Starter-Edition löst das veraltete Microsoft Works-Paket ab.
Auf Works kann wohl (fast) jeder verzichten. Die 90-Tage-Vollversion hilft wohl auch niemandem wirklich. Die abgespeckte Version aber sicher auch nicht.
Werbung
Die Starter-Version für Office 2010 soll sich durch Werbung finanzieren. Eine genau Spezifizierung für die Umsetzung wurde nicht genannt.
Wie soll das bitte funktionieren? Tanzen beim Öffnen der Version kleine Microsoft Bären über den Bildschirm und stellen neue Notebooks vor? Oder fragt die Rechtschreibprüfung dann: „Wollen sie das wirklich Schreiben oder lieber ein Glas Cola trinken?”.
Also ich finde das Kleingedruckte ist hier ganz schön großgeschrieben, auch wenn es erst mal ganz schön gut klingt. Hat sich auf jeden Fall gelohnt, diesem geschenkten Gaul mal ins Maul zu schauen. Vielleicht sollte man doch lieber gleich OpenOffice nutzen.


















Hallo Frau Dupont,
wo bekommt frau die Starter-Edition von Microsoft Office 2010 geschenkt? Ich möchte ihr auch mal “ins Maul” schauen. Woher kommen diese Weisheiten über eine Edition, von der noch niemand (selbst Microsoft in Redmond nicht)weiß, was sie enthält. Office 2010 befindet sich in der 1. Betaphase und es wird sich noch viel ändern.
“Das ist mehr als mickrig und reicht nicht mal für den alltäglichen Gebrauch.”
Haben Sie das ausprobiert? Oder woher wissen Sie das?
“Auf Works kann wohl (fast) jeder verzichten. Die 90-Tage-Vollversion hilft wohl auch niemandem wirklich. Die abgespeckte Version aber sicher auch nicht.”
Works war und ist ein sehr ausgereiftes Office-Paket, das für den Hausgebrauch und sogar für die Steuererklärung völlig ausreicht. Works + Word XX gab es bis Office 2003 auch nur bei neuen PCs, ab 2007 wurden nur noch Testversionen installiert, die dann auch nur sehr umständlich freigeschaltet werden konnten, nämlich nur über den jeweiligen Händler des neuen PCs. Und eine 90-Tage Test-Version? Wo gab oder gibt es die für Microsoft Office? Und wie gesagt, woher wissen Sie, was reduziert bedeutet?
“Wie soll das bitte funktionieren? Tanzen beim Öffnen der Version kleine Microsoft Bären über den Bildschirm und stellen neue Notebooks vor? Oder fragt die Rechtschreibprüfung dann: „Wollen sie das wirklich Schreiben oder lieber ein Glas Cola trinken?”.”
Wenn frau englisch kann, dann empfehle ich das Video aus dem offiziellen Microsoft Office 2010 Blog (http://blogs.technet.com/office2010/archive/2009/10/07/new-ways-to-try-and-buy-microsoft-office-2010.aspx) Vielleicht reichen ja auch die Bilder, um zu sehen, wie das mit der Werbung funktionieren soll.
Dass Microsoft Office 2010 verkaufen und nicht verschenken will, halte ich für legitim, denn vom Verkauf diese Produktes leben nicht nur hunderte von Mitarbeitern in Redmond, die sehr viel Arbeit in Office 2010 gesteckt haben, sondern auch viele andere auch in unserem Land.
Dieser Artikel gehört zu den Dingen, die die Welt nicht braucht. Denn über die eigenen (Alp-)Träume zu schreiben und diese als wahr hinzustellen ist wohl nicht gerade seriöser Journalismus.
Ursula Eilers
[...] der Artikel “Das Kleingedruckte von Office 2010 for free!” von Sabine Dupont verschaffte dem MS Office Magazin eine neue Kategorie und mir zunächst einmal [...]
Gut zu wissen…