
Für einen Zugang auf SchülerVZ muss man zwischen 12 und 18 Jahre alt sein. SchülerVZ legt großen Wert auf den Datenschutz der Schüler beziehungsweise Mitglieder. Doch jetzt haben Hacker dieses Datenschutzsiegel aufgebrochen.
Das Grundlegende zu SchülerVZ und Datenschutz
Erwachsene müssen draußen bleiben. Alle Lehrer, Eltern und Erwachsene können sich nur informieren. „Fragen und Antworten“ auf SchülerVZ ist dafür der richtige Ort. Dort gibt es sogar spezielle Rubriken für Eltern und Lehrer, die auf die jeweils speziellen Fragen eingehen. Außerdem finden Lehrer auf der Webseite von SchülerVZ Material für den Schulunterricht, um über den Datenschutz allgemein und speziell auf SchülerVZ zu sprechen. All diese Informationen zeigen: Die Betreiber von SchülerVZ wissen um die Sensibilität des Themas Jugendliche, Daten und Privatsphäre. Geregelt wird der Zugang für neue Schüler als nur über Einladungen von anderen Schülern.
Der Sachverhalt des Datenklaus
Doch sicher ist eben nicht sicher genug. Hackern ist es jetzt gelungen, eine Vielzahl an Daten zu sichern. Zu den Informationen gehören wohl unter anderem Profil-ID, Name und die Schule, sowohl weitere detailliertere Daten. In diesem Zusammenhang tauchten mehrere Neuigkeiten auf und auch widersprüchliche Meldungen. Wichtige Artikel zu dem Thema habe ich hier einmal zusammen getragen.
Netzpolitik.org am Freitag
Ins Rollen gebracht hatte den Trubel um das Netzloch netzpolitik.org. Denen wurde aus anonymer Quelle eine Liste mit den vermeintlich gehackten Daten zugespielt. Diese Info haben sie an die SchülerVZ-Betreiber gegeben mit der Aufforderung zu einer Stellungnahme. Im gleichen Atemzug kritisierten sie den Umgang mit den Daten. (Meldung auf netzpolititk.org)
Der Blogger Michael Friedrichs deckt einen Widerspruch auf
Der Blogger Michael Friedrichs weist in diesem Zuge auch auf die Problematik zum Datenschutz hin und deckt einen Widerspruch in der Geschichte auf. SchülerVZ spricht von einem Nutzer, der die Daten gesammelt haben soll. Laut Netzpolitik handelt es sich aber um circa eine Million Daten, die geklaut wurden. In diesem Fall war dieses eine Mitglied wohl sehr fleißig. (zum Artikel von Blogger Michael Friedrichs)
Meldung von Montag auf Netzpolitik
Heute (Montag) gibt es weitere Neuigkeiten auf Netzpolitik. Sie schildern, dass SchülerVZ sagte, die Quelle mit den geklauten Daten sei nur ein Trittbrettfahrer, der die Daten von jemand anderes hat. Netzpolitik schreibt aber, dass es wohl zwei Datenquellen, also auch zwei Hacker gibt. Die Message, die bei SchülerVZ wohl unwiederbringlich ankommen soll: Ein besserer Schutz der Daten muss her. (Neuigkeiten am Montag auf Netzpolitik)
Was sagt SchülerVZ
SchülerVZ äußert sich selbst auch auf dem hauseigenen Blog. Schildert erst den Tatbestand und meldet, dass es sich bei den Täter um einen Nutzer von SchülerVZ handelt. Kurz geht die Meldung um, dass die Daten in Sicherheit sind. Diese Meldung wird aber revidiert (durchgestrichen), denn die Meldung vom ursprünglichen oder zweiten Hacker wird bekannt. Was vor allem statt findet: Gespräche, um die Daten wieder zu sichern, beziehungsweise zurück zu bekommen. (Die Meldung auf dem Blog)
Der mutmaßliche Täter
Am Montag geht die Meldung herum, dass die Berliner Polizei am Sonntag einen verdächtigen festgenommen hat. (Artikel auf Heise über die Festnahme)
Öffentliche Stimmen über den Datenklau
Bitkom rät beispielsweise Eltern in einen intensiven Austausch mit ihren Kindern über Datenschutz zu reden. Denn der beste Schutz ist immer noch wenig preis zu geben. Insgesamt weisen die Stimmen der Datenschützer auf Vorsicht mit den Daten hin. Auch Aktionen zur Aufklärung von Jugendlichen bezüglich Datenschutz gibt es, worüber wir auf STEREOPOLY berichtet haben. (Artikel zur Aktion zum Jugendschutz)
Wie man in Zukunft auf SchülerVZ diesen Problemen begegnen möchte, darüber denkt noch niemand nach. Bisher geht es anscheinend primär um die Klärung von Sachverhalten, aber nicht um den Blick nach Vorne.


