
Google hat mit der häufigen Aktualisierung seines mobilen Betriebssystems Android eine starke Fragmentierung der Versionen von 1.5 bis 2.1 erzeugt. Damit kommen weder die Nutzer noch die Entwickler klar, die das Google-Betriebssystem auf ihren Smartphones nutzen oder eben Anwendungen dafür produzieren. Nicht mal die Smartphone-Hersteller kommen hinterher und alle Seiten sind frustriert.
Mit der Ankündigung Googles, nur noch einmal im Jahr ein Update für Android einzuspielen, wie es auch bei Apples iPhone OS der Fall ist, wird es für alle Seiten um einiges entspannter. Gegenüber der in Silicon Valley ansässigen Mercury News gab Android-Chef Andy Rubin im Interview zu Protokoll, dass zurzeit ein Rhythmus von zwei Android-Updates pro Jahr üblich sei, doch aufgrund der frühen Entwicklungsphase, in der Android auf den Markt gebracht wurde, war zuvor eine noch häufigere Aktualisierung erforderlich. Der Grund dafür ist, dass es sich bei der ersten öffentlichen Version 1.0 um die interne Version 0.8 handelte. Mittlerweile habe man den Update- Zyklus weiter herunterfahren können, sodass die Entwickler und Hersteller leichtere Handhabe mit Android erhalten und mit der Entwicklung besser Schritthalten können.
Rubyn im Interview:
Quite honestly, the product when we launched it, it didn’t really feel like a 1.0, it felt like kind of an 0.8, but it was a window of opportunity and the market needed an entrant at the holiday season.
So we launched it, and from our internal 0.8, we got to 1.0 pretty quickly, and we went through this iteration cycle. You’ve noticed, probably, that that’s slowed down a little bit. Our product cycle is now, basically twice a year, and it will probably end up being once a year when things start settling down, because a platform that’s moving — it’s hard for developers to keep up.
Android- Nutzer müssen also in Zukunft länger auf Updates warten – allerdings nur was das Basissystem betrifft. Updates werden nicht direkt von Google für die Smartphones von HTC, Samsung oder Sony Ericsson bereit gestellt, sondern die Hersteller müssen sich um die Anpassung an die jeweiligen Geräte kümmern, die häufig noch mit eigenen Benutzeroberflächen wie z.B. Sense versehen sind. Zwischen den großen Updates von iPhones OS 3 auf 4 liegt auch ziemlich exakt ein Jahr. Um diesen Effekt abzumildern, werden bei Android künftig die kleinen Updates, beispielsweise des Browsers, Sicherheitspatches etc. über den Android Market bereitgestellt werden.
Was die Fragmentierung der Versionen anbelangt, so haben es Google und die Hersteller auch langsam in den Griff bekommen, viele der Smartphones auf Android 2.1 zu aktualisieren. Dennoch ist die Anzahl der Geräte mit den Versionen 1.5 und 1.6 noch relativ hoch. Hier ist es ohnehin fraglich, ob einige dieser mittlerweile in die Jahre gekommenen Smartphones überhaupt ein Update vertragen können. Durch die Verteilung von Teil-Updates via Android Market werden die Anwender also auch dann in den Genuss wenigstens einiger neuer Features kommen, wenn ihr Hersteller gar kein Update mehr für ein älteres Gerät zur Verfügung stellen mag.
[via The NextWeb, und Android]

















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