
Nach einem gestern veröffentlichten Bericht des Antiviren-Experten Sophos, stellt Facebook unter den führenden sozialen Netzwerken mittlerweile das größte Sicherheitsrisiko für Unternehmen dar. 500 Unternehmen wurden im Rahmen der Studie befragt. Gleich 60 Prozent gaben dabei zu Protokoll, dass sie von Facebook die größte Gefahr ausgehen sehen.
Warum stellt Marc Zuckerberg`s Plattform eine solche Bedrohung der Sicherheit dar? Unter den guten Gründen lassen sich hier Malware, Spam-und Phishing-Attacken aufzählen. Zudem steigt das Risiko durch unvorsichtiges Mitarbeiter-Verhalten.
Es überrascht daher wenig, dass die Überzahl der Führungskräfte überzeugt davon sind, dass Facebook das größte Sicherheitsrisiko unter den sozialen Netzwerken berge. Diese Aussage hängt auch unmittelbar mit der immensen Mitgliederzahl der Facebook Plattform zusammen. Betrachtet man die monatlich aktiven Nutzer, so ist Facebook in etwa zehn Mal größer als Twitter, obwohl die beiden sozialen Dienste oft in einem Atemzug genannt werden. Da das Wachstum von Facebook wohl weiter anhalten wird, gibt Sophos dabei sogleich eine Handlungsempfehlung an die Unternehmen heraus, um sich adäquat zu schützen. Auf der einen Seite können die Social-Networking-Seiten zwar nicht gesperrt werden, da sie schon jetzt ein wichtiger Bestandteil einiger Vertriebs-und Marketingstrategien sind. Auf der anderen Seite dürfe aber nicht zugelassen werden, dass Unternehmensressourcen in Form von Humankapital abfließen, Daten verloren gehen oder sich Malware verbreitet. Ein einheitlicher Ansatz sei daher vonnöten, der eine vernünftige Zugriffskontrolle und eine sichere Verschlüsselung beinhalte. Zudem müsse Data Monitoring sowie ein umfassender Malware-Schutz für die Unternehmen geboten sein, so dass hier flexibel auf die moderne, sozial vernetzte Welt reagiert werden könne.
Eine zusätzliche interessante Erkenntnis aus der Sophos Studie ist, dass die Vereinigten Staaten weiterhin das wichtigste Land für das Hosten bösartiger Webseiten darstellt.
Die sozialen Netzwerke haben Einzug in den Unternehmensalltag erhalten. Nun ist die Frage, wie die Unternehmen mit dem Facebook-Phänomen umgehen. Ein striktes Verbot oder Gleichgültigkeit sind dabei keine Handlungsalternativen. Die Sophos-Studie könnte Anhaltspunkte bieten, obwohl eine allgemein gültige Regel wohl nie hinhauen wird. Schließlich ist immer auch der Unternehmenskontext zu beachten.


















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