
Google hat mit der Digitalisierung von Büchern – besonders in Deutschland – einiges an Aufsehen und Kritik auf sich gezogen. Nun gibt es mit Google Editions weitere Pläne in Richtung Verkauf von E-Books. Der Start eines regelrechten Book-Stores soll bereits im Juni oder Juli 2010 sein.
Laut eines Berichts des Wall Street Journal will Google den E-Book-Markt ab Sommer 2010 ordentlich aufmischen und Amazon, Apple sowie Barnes and (Noble in den USA) einen Teil seiner Kundschaft abgraben. Bereits seit einigen Jahren ist Google drauf und dran selbst ein Modell zum Verkauf von digitalen Büchern zu entwickeln. Nun ist es mit Google Editions soweit. Dieser Markt soll direkt in Google Books eingebunden werden, sodass Verleger über diese Plattform die eigenen Bücher feilbieten können.
Nicht nur für die Großen wie Random House oder Harper Collins soll diese Plattform interessant sein, sondern auch für kleine unabhängige Verlage. Die Angebote sollen sich in Zukunft auch auf den eigenen Verlags-Webseiten und Shops einbinden lassen. Wie die Preisgestaltung der Bücher aussehen soll, steht interessanterweise noch nicht fest. Es stehen zwei Systeme in der engeren Wahl: Entweder der Verleger setzt den Preis fest oder Google selbst. Das erste Modell wird bereits bei Apples iBooks eingesetzt, das andere nutzt Amazon.
Anders als bei Amazon oder Apple will der Suchmaschinengigant die E-Books nicht begrenzt auf eigener Hardware verfügbar machen. Die Bücher sollen sich im Browser lesen lassen. Die E-Books sind in der Cloud gespeichert, sodass die User von überall auf ihre gekauften Werke Zugriff haben. Es heißt, dass auch an Software gearbeitet wird, die für das Lesen auf bestimmten Geräten wie iPhones oder iPads optimiert sind – sprich: Apps.
Die Idee eines Angebots für alle gegebenen Plattformen E-Bücher anzubieten, ist sehr clever. Andere Konzerne wie Apple und Amazon setzten in erster Linie auf ihren eigenen kleinen Kosmos, auch wenn es den Kindle Reader für das iPhone und das iPad gibt. In Zukunft wird Google vermutlich auch eigene Hardware anbieten, die auf einen offenen Standard setzt. Erste Konzepte für ein Google Tablet gibt es bereits. Des Weiteren arbeiten ja bereits viele Konzerne an Tablet-PCs, die auf Googles Android Betriebssystem basieren und Zugriff auf den Android-Market besitzen. Ob E-Books auch über diesen Marktplatz angeboten werden? Eine Auswahl aktueller, in Deutschland erhältlicher Tablet-PC´s findet ihr hier.
Video vom WSJ zum Thema:


















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