Google squared als Antwort auf Bing?

google-squaredAls hätte ich es geahnt! Vor gerade einmal einer Woche berichtete ich über die neue Microsoft Suche Bing und habe Vermutungen angestellt,  dass Google nachziehen wird. Die Suchmöglichkeiten von Bing sind ja auch ziemlich praktisch.

Nachdem Microsoft Bing vorgestellt hatte war Google trotzdem gleichwertig in den Medien vertreten. Das lag an der Präsentation von Google Wave. Einem Kommunikationssystem, das die Email und viele andere Anwendungen ersetzen könnte. Google versteht sich ganz offensichtlich darauf, Mitbewerbern die Show zu stehlen. Und dass man nicht tatenlos zuschaut, wenn andere Erfolge feiern, hat der Internet-Gigant schon des Öfteren bewiesen.

Zu der aktuellen Entwicklung passt es, dass nun Google squared vorgestellt wurde. Diese Möglichkeit der Internetsuche dürfte als Antwort auf Wolram Alpha und Bing zu verstehen sein. Suchergebnisse werden squared (im Quadrat) – also in Tabellenform – dargestellt. Sucht man zum Beispiel nach „german presidents“, so erhält man eine tabellarische Auflistung von Deutschen Kanzlern. Die ist mit Fotos und Zusatzinformationen versehen. Es gibt Spalte für eine kurze Beschreibung, eine fürs Geburtsdatum und eine für die Nationalität. Die Tabelle lässt sich um vorgeschlagene Schlagwörter erweitern. So kann man sich zum Beispiel das Todesdatum anzeigen lassen. Zu Anfang werden nur 10 Ergebnisse präsentiert. Diese können auf Wunsch aber noch erweitert werden.

Nach welcher Relevanz die Daten sortiert sind ist nicht ersichtlich. Allerdings wird ganz klar angezeigt, woher welche Information stammt. Dafür muss man mit der Maus nur auf eine Information zeigen. In den meisten Fällen scheinen die Informationen aus dem Archiv von Wikipedia zu stammen. Sucht man allerdings nach einem der auf der Startseite vorgeschlagenen Themen, so sind durchaus auch andere Quellen vertreten. Das Einbeziehen von externen Quellen dürfte der größte Vorteil von squared gegenüber dem Suchdienst Wolfram Alpha sein. Bei dem ambitionierten Projekt des Mathematikers Wolfram werden dem Suchenden nur redaktionell aufbereitete Inhalte präsentiert. Allerdings ist hier die Wahrscheinlichkeit niedriger, dass Informationen im falschen Zusammenhang erscheinen.

Google squared hat es also wie Wave in die Schlagzeilen geschafft und lenkt von vielen anderen Webseiten ab. Ganz offensichtlich genügt ein kleines Feintuning an der Google Suche um die Marktbeherrschende Position zu verteidigen  oder gegen Angriffe zu verteidigen. Microsoft ist es keinesfalls gelungen an Google vorbeizuziehen.

Wer letztendlich squared nutzen soll, das bleibt offen. Um sich einen schnellen Überblick über etwas zu verschaffen eignet sich diese Form der Suche allerdings sehr gut. Man sollte jedoch dabei im Hinterkopf behalten, dass die Sortierung der Ergebnisse nicht unbedingt nach Relevanz geschieht.

Hier kann Google squared ausprobiert werden.

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