Google und LG beschuldigen sich gegenseitig für Nexus 4 Lieferprobleme [Kommentar]

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Es gibt Dinge, die funktionieren nicht ohne Drama. Und wenn es bei einer Sache viel Drama gegeben hat – und noch immer gibt – dann ist es der Verkauf des Nexus 4, entstanden in Kooperation von Google und LG. Angefangen mit der ausgefallenen Keynote, für die Google zwar nichts konnte, die aber für den weiteren Verlauf bezeichnend war, über einen Ausverkauf innerhalb von 15 Minuten bis hin zu Lieferproblemen und begrenzten Kontingenten ohne Aussicht auf Besserung.

Statt eine von beiden Seiten logische Erklärung abzugeben, beschuldigen sich Google und LG nun gegenseitig. Ob das so klug ist? Glaubt man den Aussagen von Google, dann liefert LG zu langsam und unzuverlässig. Es soll auch Probleme mit der Kommunikation zwischen beiden Firmen geben. Glaubt man LG, dann hat Google die Nachfrage nach dem Nexus 4 total unterschätzt und zu wenig Geräte bestellt. Die Wahrheit wird wahrscheinlich irgendwo in der Mitte liegen.

Aber ist das guter Stil? Ich halte es zwar wichtig Erklärungen für die unzufriedenen Kunden abzugeben, vor allem in Anbetracht dessen, dass sämtliche Statusnachrichten von Google Mitarbeitern auf diversen sozialen Netzwerken zum Herummotzen genutzt werden, aber wenn man schon eine Erklärung abgibt, dann sollte man sich mit der Gegenseite absprechen und sich nicht gegenseitig die Schuld zuschieben. Im Endeffekt geht es doch darum, dem Kunden eine Antwort zu geben, mit der er zufrieden ist. Die wenigsten Kunden interessieren sich für interne Probleme bei Lieferungen oder interne fehlerhafte Absprachen. Wenn man aber gegensätzliche Statements veröffentlicht, sinkt das Vertrauen in beide Firmen, denn entweder lügen beide, nur einer oder beide verschweigen etwas. Keine der Optionen ist wirklich geschäftsfördernd.

Für LG ist das Nexus 4 eine Chance, nachdem der Verkauf der eigenen Smartphones eher rückläufig ist. Man möchte den Job natürlich so gut wie möglich machen. Für Google ist es ein Risiko, da die Geschäftsbeziehung mit LG neu ist und man sich erst aufeinander einspielen muss. Probleme waren also zu erwarten. Die Frage ist jedoch, wie beide Firmen mit diesem Problem umgehen und es öffentlich kommunizieren. Hier müssen sowohl LG als auch Google ihre Öffentlichkeitsarbeit überdenken.

Aber es gab eine Entschuldigung von Google. Man möchte ab jetzt die Problem wieder in den Griff bekommen und arbeite deswegen auch nachts und an den Wochenenden, um den Kunden zufrieden zu stellen. Das klingt vielversprechend und wenn dieses Versprechen eingehalten wird, ist es eigentlich auch egal, wie es zu den Engpässen und Lieferproblemen gekommen ist.

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3 Kommentare

  1. Hallo Ricarda Dein Kommentar Trifft voll des Pudels-Kern ! aber Ich bin sicher das Problem ist die Stückzahl wenn es stimmt das Google wohl über 5 Millionen Geräte brauch und das ist wohl für LG ein Unding soviel Gewinn den Bach runtergehen-zulassen wenn wir als Beispiel IPHONE 5 Kosten der Bauteile von 160 Euro ansetzen ! Kommentar aus der ARD mit Jauch ! Sie werden wohl noch ein Paar Geräte Bauen und Liefern aber dann die Angelegenheit Nexus 4 Beenden mit dem Hinweis das Sie jetzt sich auf das kommende Nexus 5 in vorlage haben und das 2013 im September auf den Markt kommt was an Ausstattung und Preis alles in den Schatten stellt !

    1. Wo und in welcher Mitte die Wahrheit auch liegt aber vielleicht ist die von LG näher an der Wirklichkeit. Wie sonst lässt es sich erklären, dass das Nexus 10 auch ausverkauft ist?

  2. [...] vergangenen Jahres der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Bis dann auch tatsächlich jeder Käufer mit einem Nexus 4 versorgt war, ging eine gefühlte Ewigkeit ins Land. Lieferschwierigkeiten und so. Ihr wisst schon. In der [...]

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