Howto: VMware Workstation – Windows Programme direkt im Unity-Mode starten

unity-mode

Da ich mich gerade aktuell mit dem Thema auseinandergesetzt habe, will ich euch meine Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten. Die Ausgangskonstellation ist ein Ubuntu Linux 9.04 mit VMware Workstation 6.5.3. Virtuelles Betriebssystem ist ein Windows XP.

Mein Ausgangsproblem kennen sicherlich viele. Es gibt einfach ein paar Windows-Programme, die man unter Linux betreiben möchte, da es zu denen einfach keine Alternativen gibt. Mein erster Schritt ist zumeist, solche Anwendungen möglichst per Wine laufen zu lassen. Das funktioniert leider Gottes nicht bei allen Anwendungen reibungslos. Daher hatte ich bislang immer ein virtuelles Windows parallel laufen.

Soweit so gut. Was mich hierbei immer gestört hat, ist der komplette Overhead des Windows-Desktops inkl. Taskleiste, etc. Hier bietet VMWare schon seit der Version 6.5 relativ stabil den Unity-Mode an, der dafür sorgt, dass nur die geöffneten Fenster des virtuellen Betriebssystems auf dem Standard-Desktop angezeigt werden. Dies sorgt dafür, dass die geöffneten Fenster sich wie native Fenster darstellen und in der Taskleiste des, in meinem Fall, Linux-Betriebssystems einbetten. An dieser Stelle sei noch mal erwähnt, dass der Unity-Mode nur in wenigen Konstellationen einwandfrei läuft. Ein virtuelles Windows ist hier die beste Basis. Bislang hatte ich keine erfolgreichen Erfahrungen mit einem virtuellen Linux-System. Nervig ist an dieser Stelle nur noch, dass man erst die virtuelle Maschine starten, in den Unity-Mode umschalten und das Programm aufrufen muss.

Per Google bin ich dann auf einen, schon etwas älteren Blog-Eintrag gestoßen, der den Aufruf vmware-unity-helper aufführt und erläutert. Der Aufruf kann dazu genutzt werden, direkt Windows-Programme im Unity-Modus zu starten. Der Aufbau sieht wie folgt aus:

vmware-unity-helper --run /PFAD/ZUM/OS.vmx "c:\Pfad\zum\Programme.exe" [Optionen]

Zwecks Vereinfachung habe ich mir einen kleinen Anwendungsstarter für meine wichtigen Programme erstellt. Über den Anwendungsstarter oder über die Konsole wird beim Ausführen dieses Befehls die virtuelle Maschine und das entsprechende Programm direkt gestartet. Dem Programm ist dabei egal, ob die virtuelle Maschine vorher angehalten oder komplett heruntergefahren wurde. Beim erneuten Hochfahren des Systems, nachdem es heruntergefahren wurde, ist allerdings zu beachten, dass sich Windows automatisch einloggen können muss. Ansonsten geht es bei der Anmeldemaske nicht mehr weiter geht. Da ich meine virtuelle Maschine meist nur pausiere, brauche ich darauf keine Rücksicht nehmen.

Schlussendlich habe ich genau das erreicht, was ich wollte. Ich habe einen Anwendungsstarter unter meinem Linux, der nur das Fenster des Windows Programms öffnet, welches ich öffnen will. Nicht mehr und nicht weniger. Ich bin mit dieser Lösung sehr zufrieden und konnte bislang kein Fehlverhalten feststellen.

Damit ihr eine genauere Vorstellung bekommt, habe ich ein kleines, exklusives Video erstellt, das den Start eines Programms zeigt. In meinem Fall ist es der TeamViewer (am besten direkt den Vollbildmodus einschalten):

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5 Kommentare

  1. Mein Ziel ist es hier genau den umgekehrten Weg zu gehen.
    Also ein Ubuntu auf XP zum Laufen zu bekommen.
    Mir pers. ist Ubuntu zu langsam und zu Benutzerunfreundlich. Jedoch hat es einige Vorteile, so dass ich es gern einsetzen würde. Wie zb rsync oder ssh die extrem schnell zu bedienen sind auf der Konsole.

  2. Hallo Jens,

    ich werde das “Ubuntu zu langsam” mal außen vor lassen, da es sicherlich nicht an Ubuntu liegen wird… ich fokussiere mich auf dein Anliegen:

    Ubuntu mit Hilfe der VMware Workstation lässt sich problemlos virtualisieren. Hakeliger wird es bei der Installation der vmware-tools. Hier empfehle ich dir auf folgende Anleitung zurückzugreifen -> KLICK.

    Wenn du der Anleitung gefolgt bist funktioniert auch der Unity-Mode problemlos (bei mir klappt es nur nicht mit zwei Monitoren). Hier ein Bild von meinem Windows-Arbeitsrechner mit virtualisiertem Ubuntu Linux -> Ubuntu im Unity-Mode

    Das einzige, was ich absolut nicht realisieren konnte, war es mit Hilfe von vmware-unity-helper.exe ein beliebiges Programm zu starten. Hier passiert rein gar nichts. Ich werde mich wohl hier an den Support wenden, um mehr Informationen zu erfahren.

    Das einzige was also fehlt ist der letzte Schritt, um in der Konstallation Windows < -> virtuelles Linux das gleiche Ergebnis zu erzielen.

    Gruß
    Sascha

  3. @Sascha Joswig:
    vmware-unity-helper.exe is a linux-feature. It´s not possible to use it within Windows!

  4. Hi windows7,

    you’re right. There’s a thread about it in the vmware communities: http://communities.vmware.com/message/1383623

    I hope they will add it to Windows hosts as well.

  5. Ich hatte das ganze per SeamlessRDP versucht aber da man dort ohne Hacks in XP nur eine Anwendung starten kann ist es ziemlich nutzlos. Die Lösung ist viel eleganter da auch die VM gleich mitgestartet wird.

    Allerdings raubt das ganze ne menge Speicher und die Zeichenfehler sind auch recht unschön.

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