HTC Mozart mit Windows Phone 7 im Alltagstest (Teil 4) – der Zune-Player

In Teil 4 im Alltagstest von Windows Phone 7 befasse ich mich mit dem Musikplayer Zune, den Microsoft in sein Betriebssystem gepackt hat. Denn gerade den nutze ich jeden Tag recht intensiv.

Zune, so heißt der Multimediaplayer von Microsoft, welcher als Konkurrenzprodukt zu Apples iPod touch auf den Markt gebracht wurde, es aber nie über den Ozean geschafft hat. Als Bestandteil des Windows Phone 7-Betriebssystems ist wenigstens der Zune-Software der Sprung geglückt.

Zum einspielen von Musik, Videos oder Podcasts benötigt man – wie auch bei Apple Produkten – den Windows Phone 7 Connector (beta). Ohne den geht nichts. Für Windows-Rechner ist die Software sehr ausgreift und im Design ansprechend – sie erinnert an das für die Windows Phone Benutzeroberfläche eingesetzte Metro-Design. Für Mac-User, wie mich, sieht die ganze Sache ein wenig spartanischer aus. Der Bedienungsumfang der Sync-Software für den Mac ist begrenzt, dennoch reicht sie vorerst aus. Die  Synchronisation von Musik, Fotos, Videos und Podcasts ist durchführbar, der Austausch des Kalenders, von Kontakten, To-Dos und Notizen hingegen nicht.

Da es sich hier allerdings in erster Linie um den Zune-Player dreht, will ich nicht näher darauf eingehen. Denn Musik und Videos kann ich schließlich auf das Mozart laden – und das geht bestens. Der Player funktionert wie er soll: Ich suche mir ein Album oder einen Track aus und drücke auf „Play“, schon geht’s los. Als eines der wenigen Programme darf der Zune-Player im Hintergrund laufen. Ist der Screen gelocked, ist die Steuerung per Miniplayer möglich. Dafür aktiviere ich das Display mit den Einschaltknopf und drücke die Lautstärkewippe – schon zeigt sich im oberen Bereich des Screens die Mininavigation, mit der sich der Player pausieren lässt, sowie von Track zu Track hin- und her wechseln kann. In diesem Menü findet man zusätzlich der Mute-Button für die Aktivierung des Klingeltons.

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Die Sortierung der Musik kann sowohl nach Genre, Künstler und Album vorgenommen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, alle Songs in einer langen Liste zu betrachten, die alphabetisch geordnet ist. Zur Unterteilung der Tracks hat Microsoft die jeweiligen Buchstaben eingefügt. Klicke ich auf einen, so öffnet sich ein Fenster mit den Buchstaben des Alphabets, das wohl eigentlich dazu dienen soll in der Track-Liste leichter zu navigieren. Das einzige Symbol, auf das ich in diesem Fenster klicken konnte, war die Raute, die vermutlich zu den Tracks führt, die mit Sonderzeichen und Zahlen beginnen. Alle Buchstaben waren inaktiv. Ob die Navigation nicht funktionierte, weil ich meine Musik mit einem Mac hochgeladen habe, oder  es einen anderen Grund hat, habe ich noch nicht herausgefunden.

Die Navigation des Players verwirrt mich sogar nach einer Woche der Benutzung noch. Denn er bietet eine Unzahl an Navigationssträngen. Wenn ich mich in der Liste der “Künstler” aufhalte, bekomme ich nach der Auswahl des Interpreten eine Liste der Alben, die mir zum Hören zur Verfügung stehen. Tippe ich auf eines der Alben, beginnt der Player sofort mit dem Abspielen des ersten Tracks. Was ist aber, wenn ich gar nicht den ersten Track hören möchte, sondern den dritten oder vierten? Genau hier sollte eine Tracklist angezeigt werden – dies ist nicht der Fall. Stattdessen kann ich per Hin- und Herwischen lediglich von einem Track zum nächsten springen.

Microsoft hat diese Option aber doch nicht vergessen, sondern ähnlich wie beim Mail-Client integeriert – allerdings muss man erst einmal darauf kommen: Klicke ich nämlich statt auf das Cover auf den Titel des Albums, so gelange ich zu einer Tracklist, in der ich mir aussuchen kann welchen Track ich hören möchte. Zune ist ein komplexes Stück Software, das vom Anwender einiges an Zeit beansprucht, um da durchzusteigen. Die Navigation ist gut durchdacht, auch wenn sie weniger intuitiv ist als die des iPod touch. Beinahe vergaß ich das UKW-Radio zu erwähnen! Dies ist sehr einfach und minimalistisch gestrickt, dass es beinahe durchs Raster fällt, allerdings erfüllt es seinen Zweck. Man kann Sender Speichern und dank RDS-Unterstützung den Sendernamen angezeigt bekommen.

Was mich allerdings dennoch stört, ist die fehlende Unterstützung von Playlists. Hätte ich stattdessen auf dem Telefon die Möglichkeit, Listen anzulegen, wäre das zu verschmerzen – hab ich aber nicht. In der Säule, die meine persönlichen Wiedergabelisten anzeigt, bekomme ich nur erzählt, dass ich mein Phone mit dem Computer  verbinden soll. Ich hoffe Microsoft bessert noch ein wenig nach, sodass auch Playlisten direkt im Phone ohne Umweg über einen PC angelegt werden können.

Die bisherigen Berichte:

Technische Informationen zum HTC Mozart und weitere News sind Hier zu finden. Das Mozart ist sowohl im Preisvergleich, bei der Telekom als auch bei Amazon erhältlich.

15 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi,

    schöner Bericht. Wiedergabelisten kannst Du im Connector zum sync auswählen. Das Problem mit den Namen und den deaktivierten Buchstaben, also das nur die Raute anwählbar ist, habe ich auch. Bin ebenfalls Macuser.

    Gruß
    Gunnar

  2. Nun ja, Playlist anlegen kann ich in iTunes, welche dann von der Sync-Software ausgelesen werden. Eigene Plalist anlegen geht mit der Software nicht. Letzten Endes ist der Windows Phone 7 Connector lediglich ein Übersetzungstool zwischen iTunes und dem WP7-Phone.

  3. Was bei mir leider nicht läuft:
    WLAN Sync, Ausgeblendeten WLANS kann man nicht beitreten. Wenn man einen langen WLAN Key hat darf man sich nicht zuviel Zeit lassen. Geht das Handy zwischendurch in Standby weil man am Router was einschaltet und geht dann wieder ins Handy, muss man den Key von vorne eingeben…
    Das nervt. Hier fehlt Copy & Paste deutlich.

  4. Hallo zusammen,
    Also ich habe auch das gleiche Problem mit den Buchstaben, obwohl ich kein Mac User bin. Allerdings beruhigt es mich, dass ich kein Einzelfall bin.
    Was die Playlists angeht da kann ich auch keine erstellen, aber wenn man welche mit Windows Media Player oder Windows Mediencenter erstellt hat, dann kann man die syncen.
    Falls sich noch was ergeben sollte mit den Buchstaben zum schnellen scrollen, dann teilt uns das bitte mit

    DANKE
    LUKAS

  5. Das problem mit den buchstaben habe ich auch, bin windows user…wird hoffentlich mit einem update von wp7 behoben. ansonsten ist der zuneplayer cool

  6. Pingback: HTC Mozart mit Windows Phone 7 im Alltagstest (Teil 2)

  7. Pingback: HTC Mozart im Alltagstest (Teil 6) - Schwachstelle Kamera

  8. Hallo,
    was ich bisher noch nicht rausfinden konnte ist, das mann beim hören eines stücks vor und zurück „spulen“ kann. Das heist von minute 1 auf z.B. auf 2. 🙁

  9. Zune ist total scheiße! warum kann man ein handy, vorallem wenn schon windows drauf ist, nicht wie ein ganz normales laufwerk im arbeitsplatz anzeigen?!

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