Intel baut Larrabee für Apple

Intel hat erste Details zu seinem Standalone-Grafikchip Larrabee bekannt gegeben, mit dem das Unternehmen stärker in Konkurrenz zu Nvidia und ATI treten will. Demnach soll sich die im März erstmalig angekündigte Grafikkarte stark von Intels bisherigen Onboard-Grafikchips unterscheiden und auf der x86-Architektur basieren.

Basis der Karte werden Grafikkerne sein, die auf dem Pentium-Design basieren. Intel erweiterte diese Bausteine jedoch um 64-Bit-Unterstützung und einen größeren Zwischenspeicher. Außerdem werden die einzelnen Kerne HyperThreading unterstützen und damit mehrere Aufgaben gleichzeitig ausführen können.

Die eigentliche Revolution des Larrabee ist wohl, dass es keine Grenzen für das gibt, was der Larrabee berechnen kann. Das heißt, der Larrabee könnte, einen entsprechenden Treiber vorausgesetzt, DirectX 9 genauso berechnen wie DirectX 10, DirectX 10.1 oder DirectX 11

Kommt zum Beispiel DirectX 11 heraus, so wird theoretisch nur ein neuer Treiber benötigt, nicht jedoch eine neue Grafikkarte. Denn alles, was der Larrabee im Grunde kann, ist Software-Rendering. Es gibt keine in der Hardware festgeschriebenen Grafikfähigkeiten. Was er berechnet, hängt vom Treiber bzw. den Programmen ab. Diese Flexibilität bedeutet aber auch, das Intel nicht nur gute Hardware, sondern auch ebenso gute und kompatible Treiber entwickeln muss.

Es gibt sogar Gerüchte, nach denen Apple sich bereits dazu entschieden hat, Intels Larrabee in seinen Rechnern einzusetzen, sobald die Grafikkarte verfügbar ist. Dabei könnten die Macs, mit der nächsten Mac OS X-Version “Snow Leopard”, die Rechenleistung der Larrabee-Kerne angeblich nicht nur für die Grafik nutzen.

Trotz der Unterschiede zu heutigen Grafikchips von Nvidia und ATI sollen aktuelle Computerspiele und Techniken zu Intels Larrabee kompatibel sein. Weitere Details will das Unternehmen während der Konferenz Siggraph 2008 bekannt geben, die in der nächsten Woche in Los Angeles stattfindet.


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