Intel nimmt seine Kundschaft genauer unter die Lupe!

PC-Nutzung

Seit über vierzig Jahren ist die Intel Corporation schon auf dem Markt und beglückt seine Kunden vor allem mit Mikroprozessoren. Nun hat das Unternehmen das Marktforschungsinstitut CN St. Gallen beauftragt, um die Bedürfnisse und Einstellungen seiner Kunden mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Rahmen der Studie wurden in Deutschland circa 1.200 Menschen befragt. Dabei konnten die Forscher herausfinden, dass die Frauenwelt eine größere emotionale Bindung zu ihren Computern aufgebaut haben. 51,6 % unter ihnen konnte der Aussage zustimmen, ihren Computer zu lieben. Die in der Regel etwas rationaler denkenden Männer können dies nur zu 37,7 Prozent bejahen. Unter beiden Geschlechtern halten aber ein gutes Fünftel ihren PC gar für unverzichtbar. Hier herrscht Einigkeit. Die Anti-PC Fraktion erweist sich als ziemlich gering. Schließlich finden 13,4 % ihren Rechner hässlich und lediglich 4,5 % gaben an, ihn sogar zu hassen.

Für die Marketingexperten von Intel war es sicher interessant zu erfahren, dass unter den Befragten die CPU zu 50,1 % und den Arbeitsspeicher zu 55% als wichtiges Kriterium bezeichnen. Dass Geiz nicht für alle geil ist, beweist dass nur die Hälfte (51,1%) den Preis als Kaufargument mit einer hohen Priorität qualifizierten. Ferner konnte festgestellt werden, dass die Befragten im Durchschnitt 741 Euro für ihren letzten Desktop-PC und 893 Euro für ihr Notebook berappten. Dass die Anschaffung eines PCs dabei keine Investition für die Ewigkeit darstellt, zeigt, dass bei der Untersuchungsgruppe ein Drittel der Computer höchstens ein Jahr zählte und ein weiteres Viertel über einen Rechner verfügte, der nicht mehr als zwei Jahre auf dem Buckel hat.

Was treibt der durchschnittliche PC User täglich hinter seinem Bildschirm? Nicht wirklich erstaunlich ist, dass hier die Spitzenplätze vom Surfen mit 82,6 % und dem Abrufen von Emails (89,9 %) eingenommen werden. Anderen Aktivitäten wie Texte verfassen, Gaming oder Musik konsumieren, gehen dahingegen nur rund ein Fünftel der Befragten täglich nach. Mithilfe der Notebooks wurde zwar ein höherer Mobilitätsgrad bei der Computernutzung erreicht, den Nutzen aber nur die wenigsten aus. 91% benutzen ihr Notebook nämlich am liebsten am Schreibtisch. Als weitere Favoriten wären hier noch das gemütliche Sofa mit 79% und das eigene Bett mit 56% zu nennen. Zwei Drittel der Befragten gaben zudem an ihr Notebook auch ins Urlaubsdomizil mitzuschleppen und 27% nutzen es in Restaurants und Cafes. In Berlin Mitte dürfte diese Rate sicher deutlich höher ausfallen.

Erstaunlich finde ich die Umfragergebnisse zu den täglich hinter der Rechenmaschine verbrachten Stunden.  32,2 % gaben hier nämlich an, den PC mindestens vier Stunden am Laufen zu haben und nur 15 % bekennen sich zu einem Konsum unterhalb von zwei Stunden. Hier wurde wohlgemerkt nach dem täglichen privatem Gebrauch gefragt!  Zu einem ähnlichem Ergebnis kommt eine Studie des Medienpädgogischen Forschungsverbund Südwesten. Hier  wurde  herausgefunden, dass die deutschen Jugendlichen gerne im Netz unterwegs sind und dort  einen Großteil ihrer Freizeit verbringen. Beide Studien stellen für mich somit ein klares Indiz dar, dass die Laptops und Desktop-PCs dieser Erde immer mehr den Deutschen liebstes Kind, die heimische Glotze,  verdrängen wird.

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