Krieg der Systeme / Episode II: Angriff der Viren

Datei-Anti-Virus, Mail-Anti-Virus, Web-Anti-Virus, Firewall, Anti-Phisching und Anti-Dialer. Der Windows-User kennt alle diese Begriffe. Er muss, um im Internet überleben zu können, einen großen Sicherheitswall auftürmen um nicht von räuberischen Viren und Trojanern heimgesucht zu werden. Er investiert viel Zeit und Geld in Security-Pakete und Rootkit-Tools.

Mac-Nutzer können darüber nur müde Lächeln. Zwar gibt es im aktuellen Mac OS X Leopard eine interne Firewalllösung – aber das war es auch schon. Es sind bisher keine schädlichen Viren und Trojaner bekannt. Bisher!

McAfee veröffentlicht nun eine Statistik die von “228 Prozent Zunahme der [OS X]Malware-Angriffe in den vergangenen drei Jahren” spricht. Zwar haben diese keinen nennenswerten Schaden angerichtet oder sich auch nur zuverlässig verbreitet, jedoch veranlasst das viele Virenschutz-Softwarehersteller neue Mac-Security-Pakete zu schnüren.

Die Macht

Infolge der rasanten, guten wirtschaftlichen Entwicklung von Apple, dem starken Absatz von Mac-Computern und der daraus resultierenden steigenden Anzahl von Mac-Usern, werden MacBooks und iMacs zusehends interessanter für Entwickler von Trojanern und Co.

Sollte dieses Interesse weiter wachsen, könnte sich der Leichtsinn Apples im Umgang mit Sicherheitssoftware womöglich als grob fahrlässig herausstellen. Denn was könnte passieren, wenn sich herausstellt, dass die hochgelobte Unantastbarkeit von Mac-Computer nur eine Folge von geringer Nutzung gewesen ist? Sollte sich diese These als wahr herausstellen, so könnte Apple, zum ersten Mal in seiner Geschichte, gegenüber Microsoft und seinem Windows-Betriebssystem, ins Hintertreffen geraten.

In Zukunft wird sich Cupertino daher dem Thema Sicherheit und Virenschutz nicht ganz entziehen können. Zwar steht außer Frage das die Apple-Betriebssysteme ein höheres Maß an Sicherheit bieten, als zum Beispiel ein Windows Vista, aber der Diskussion verschließen darf sich Apple nicht. Zu groß sind die Gefahren und zu gewitzt die Entwickler von schädlicher Software.

Möge das System mit dir sein!

Was bisher geschah:

Episode I: Marktanteile


2 Kommentare

  1. Ist es nicht so, dass wir einfach keine Viren für den Mac auf dieser Welt haben, weil es gar keinen Sinn ergeben würde, welche zu entwickeln? Fragen wir uns doch mal nach dem Hauptgrund eines Virus: Werden Viren meist nicht programmiert, um Firmen-Netzwerke, am besten die der Banken, lahm zu legen? Wer bei der Deutschen Bank im Rechenzentrum ein Mac antrifft, möge sich bitte melden….

  2. Das darf aber keine Rechtfertigung dafür sein, dass Apple ein sicheres Betriebssystem ist, nur weil es an den entsprechenden Stellen nicht eingesetzt wird.

    Viren die Firmennetzwerke angreifen stellen natürlich einen großen Teil dar, jedoch darf man Viren oder Trojanern, die Computer als Spam-Schleudern missbrauchen oder sensible Bank-Daten erspähen, nicht negieren.

    Auch Apple darf das nicht!

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