Mannesmann-Effekt bei eBay: Aus für eBay Österreich und Stellenkürzungen weltweit

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an das erfolgreiche Unternehmen Mannesmann: Im Rahmen einer spektakulären Übernahmeschlacht Anfang 2000 übernahm ein bekanntes britisches Telekommunikations-Unternehmen die Aktienmehrheit der Mannesmann AG. Der Mannesmann-Konzern verlor nach dem erfolgreichsten Geschäftsjahr seiner Unternehmensgeschichte (Geschäftsbericht 1999: Umsatz 23,27 Mrd. €, 130.860 Beschäftigte weltweit) seine Selbstständigkeit.

Nun beginnt das Internet-Unternehmen eBay mit ähnlichen Spielereien. Zwar ist hier keinesfalls die Rede von Übernahme, doch aber von enormen Stellenstreichungen trotz wachsendem Erfolg. Hier steht mal wieder nur der Profit für Einzelne im Vordergrund. In Folge der aktuellen Umstrukturierung gibt eBay seine Niederlassung im schönen Österreich komplett auf. Zuständig für unsere südlichen Freunde wird dann die deutsche Niederlassung sein. Doch auch hier ist mit Stellenkürzungen um acht Prozent zu rechnen. Anders ausgedrückt bedeutet das: Ungefähr 100 Mitarbeiter müssen sich einen neuen Job suchen.

Weltweit werden mehr als 1000 Mitarbeiter des Online-Auktionshauses auf Grund dieser Umstrukturierung ihres Platzes verwiesen. Hier eingespartes Geld wird langfristig in den US-Bezahldienst Bill Me Later sowie in die dänischen Online-Handelsportale dba.dk und bilbasen.de investiert. In Zahlen gesprochen bedeutet das einen Kaufpreis von rund 820 Mio. Dollar für Bill Me Later sowie 125 Mio. Dollar für das dänische Paket. Außerdem rechnet das Unternehmen mit 70 bis 80 Mio. Dollar Umstrukturierungskosten.

»Mit der Übernahme im Bereich Online-Kleinanzeigen sichern wir uns in einem weiteren europäischen Land die Marktführerschaft in diesem Geschäftsfeld.«

John Donahoe, Präsident und CEO von eBay

Wir fragen uns, ob das wirklich alles Sinn macht oder ob es nicht tatsächlich das ist, wonach es aussieht: Profitgier eines sowieso schon großen Spielers!


2 Kommentare

  1. Ach Axel,

    das ist doch alles treu dem Motto “neu erleben”.

  2. Ich sehe jetzt nicht wirklich das Problem, ist doch das normalste der Welt das sachen optimiert werden bzw. defizitäre Geschäftszweige geschlossen bzw. das ganze verlagert wird.
    Ich verstehe auch gerade nicht so den expliziten Zusammenhang zu mannesmann – sowas passiert überall auf der welt- täglich.

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