
Für viele sicher nicht wirklich überraschend hat Microsoft bekannt gegeben, dass es das KIN nicht wie geplant im Herbst 2010 für Europa geben wird. Die Redmonder wollen sich hingegen künftig nur noch auf Windows Phone 7 konzentrieren.
Das KIN als Social-Handheld erlebt seine letzten Tage. Das Handy aus Redmond hat sich als Flop herausgestellt – die bereits produzierten Modelle werden jetzt nur noch ausverkauft. Zumindest in den USA will Microsoft noch mit Verizon zusammenarbeiten, um die aktuellen Modelle von KIN I und KIN II unter die Leute zu bringen.
“We have made the decision to focus exclusively on Windows Phone 7 and we will not ship KIN in Europe this fall as planned. Additionally, we are integrating our KIN team with the Windows Phone 7 team, incorporating valuable ideas and technologies from KIN into future Windows Phone releases. We will continue to work with Verizon in the U.S. to sell current KIN phones.”
Laut letzter Meldungen sind gerade einmal 500 Geräte verkauft worden. Eigentlich schade, denn die Idee hinter KIN ist keine schlechte. Auch KIN Studio konnte mich von der Idee her überzeugen. Die Möglichkeit, Bilder und Filme einfach online zu speichern und immer abrufbereit zu haben, passt einfach in diese Zeit. Der quasi unbegrenzte Speicherplatz den Microsoft dafür zur Verfügung stellt, rundet das Ganze nur noch weiter ab.
Die Preismodelle von Microsoft und Verizon sind wohl nicht ganz unschuldig am kläglichen Erfolg der Handhelds. Anfangs kosteten KIN One und das KIN Two 50$ bzw. 100$ bei einem Vertrag über zwei Jahre. Die monatliche Grundgebühr ist dabei noch nicht einmal eingerechnet und damit schlichtweg zuviel, wenn man die beiden Geräte mit richtigen Smartphones vergleicht. Dann senkten Microsoft und Verizon die Preise und auf 29$ für das KIN One und 50$ für das KIN Two. Doch scheinbar brachte auch das nicht den gewünschten Erfolg.
Microsoft hat wahrscheinlich schlicht zu einfach gedacht. Ein komplett geschlossenes System ohne die Möglichkeit Apps zu installieren kann wohl einfach nicht gut gehen. Ich würde mir wünschen das wenigstens die Windows Studio-Funktion portiert wird, wenn Microsoft das KIN-Team in die Abteilung Windows Phone 7 integriert.
Das KIN in freier Wildbahn:
[via engadget; Foto: Microsoft]



















[...] mobilen Begleiter geht. Der erste Vorstoß auf den Smartphone-Markt floppte. Sharp stellte die KIN-Modelle für Microsoft her, die noch bevor sie richtig am Markt waren, schon wieder verschwunden waren. Sharp ist zu [...]
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