Minidrohne Parrot Hydrofoil ausprobiert – Fliegen und Schwimmen 2-in-1 [Testbericht]

Parrot war so freundlich mir eine seiner neuen Minidrones zum Test zu überlassen. Die Parrot Hydrofoil „Orak“ ist im Grunde eine Airborne Minidrone der ersten Generation, die auf einen Rumpf eines Tragflächenbootes gesteckt werden kann und diesen dann dank seiner Propeller über das Wasser bewegt.

Parrto Hydrofoil zusammengebaut

Eigentlich sollte hier ein extra von Gilly gedrehtes, wunderschönes Video vom Modellboothafen im Britzer Garten stehen, doch leider hat meine studienbedingte Abwesenheit im November zu einer Verkettung unglücklicher Umstände geführt, durch die das besagte Video abhanden kam. Gilly, hat zum Glück einen klitzekleinen Ausschnitt in seinem täglichen Vlog behalten, der auch schon das Wesentliche zeigt.

Denn leider ist die Hydrofoil als Wasser(!)gefährt und Spielzeug nur begrenzt tauglich und für Kinder nicht zu empfehlen. Wenn wir es innerhalb von 5 Minuten zum kentern bringen konnten, wodurch der Antrieb akut seiner Einsatzfähigkeit beraubt wird, ist es definitiv kein robustes Spielzeug. Immerhin funktionierte die Drohne nach einer 24-stündigen Trockenphase wieder, aber unsere – aufgrund der geringen Akkukapazität – eh eingeschränkte Zeit am Modellboothafen wurde nochmal verkürzt.

Natürlich ist es nicht Parrots Schuld, dass die Hydrofoil sich auf den Kopf drehte und ersoffen ist; im herbstlichen Modellboothafen schwammen Blatt und Geäst, die von echten Modellbauern zur warmen Saison immer entfernt werden, bevor sie dort ablegen. Dennoch ist es enttäuschend, dass ein nicht ganz günstiges Gefährt, dass für die Nutzung auch auf Wasser bestimmt ist, nicht besonders gut damit zurecht kommt. Zum Glück war noch ein anderes Modellboot zur Stelle und konnte uns abschleppen 😀

Ganz ehrlich, wer hat schon eine leere Poollandschaft (siehe Produktvideo oben) zur Verfügung, um mal für sieben Minuten mit seinem Modellboot zu spielen? Die Hydrofoil empfiehlt sich also nur, wenn man einen eigenen Pool hat, oder in der Nähe zu einer Art angelegtem flachen Gewässer (ohne Treibgut) wohnt, wie eben dem besagten Modellboothafen. Diesen kann ich im Übrigen nur empfehlen – der Britzer Garten ist auch sonst ein tolles Zeil für gestresste Berliner. In  An dem Oktobertag war ja nochmal warmes Superwetter und die Parkplätze wurden ab 10 Uhr recht schnell knapp. Aufgrund der vermutlich eher geringen Ausmaße eines privaten Pools, wird die Hydrofoil aber wohl kaum richtig Fahrt aufnehmen können.

Parrot Hydrofoil im Test

Im Normalbetrieb hebt sich die Hydrofoil 5-6 cm aus dem Wasser heraus und gleitet auf den drei Tragflächen, die aus dem Bootskörper herausragen. Damit das auch passiert ist aber eine gewisse Geschwindigkeit von Nöten, die wir nur kurz erreichen konnten. Maximal kommt die Hydrofoil auf ca. 10 km/h. Die Reichweite hängt von der Bluetooth-Reichweite eures Smartphones und dem verbauten BT-Chip in der Drohne ab, bewegt sich aber so um die 20 Meter. Die Drohne kann Bluetooth Smart/Bluetooth 4.0 BLE und muss vor dem ersten Gebrauch noch zusammengebaut werden (s. u.).

Parrot Hydrofoil Teile

Die Akkus sind noch die Selben mit 550 mAh und man benötigt mit dem entsprechenden Ladegerät 25 Minuten um einen wieder voll aufzuladen. Tatsächlich gibt es, was die Drohneneinheit betrifft, keinen Unterschied zur 1. Generation der Rolling Spider und ich werde das Gefühl nicht los, dass man sich für die gleiche Drohne einfach einen neuen Körper hat einfallen lassen (statt der Räder), um die alten Drohnen irgendwie noch zu verkaufen. Die Drohne selbst verhält sich auch genauso und kann eben ohne den Bootskörper fliegen.

Parrot Hydrofoil Drohne

Die Flugeinheit wiegt 58 g, hat neben den vier Motoren, Barometer, Gyroskop und Beschleunigungssensor auch den Ultraschall-Abstandsmesser, der vertikal nach unten bis zu 13 Fuß (nicht ganz vier Meter) messen kann. Das entspricht der maximalen Flughöhe. Neben dem Abstandsmesser ist eine Kamera angebracht, die ihre eher winzigen, verrauschten Bilder (nur VGA 640×480) in den 1-GB-großen internen Speicher der Drohne ablegt. Sie können über Mikro-USB-Kabel oder die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone via Free Flight 3 abgerufen werden. Der Fleck ist wohl ein Überbleibsel des Wasserschadens.

Parrot Hydrofoil - Foto

Gesteuert wird, wie immer, über die App FreeFlight 3 – zu finden im jeweiligen App-Store. Die Hydrofoil gibt es aus schwarzem EPP (Schaumstoff) mit entsprechenden Aufklebern unter dem Namen „Orak“ und mit weißem Bootskörper und entsprechenden Aufklebern als „NewZ“ für 169 Euro EVP. Bei Parrots offizieller eBay-Boutique ist sie derzeit aber schon für 129 Euro (siehe Preis.de-Button) zu haben.

weiterführender Link: ORAK – Hydrofoil Drone

Michael S.
Folgt mir 🙂

Michael S.

Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Windows Phone Evangelist und passionierter Burgerfotograf.
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www.stattrandgedanken.de

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