
Die VZ-Netzwerke haben am gestrigen Montag (07.12.2009) ihr System für das OpenSocial Konzept geöffnet. Von nun an können externe Applikationen in studiVZ, schülerVZ und meinVZ integriert werden.
Durch die Einbindung von OpenSocial in die VZ-Netzwerke können den Nutzern von nun an Apps aus den Bereichen Entertainment, Learning und Gaming angeboten werden. Außerdem werden Dienste aus dem Bereich E-Commerce von Wooga, Mikestar, Bettermarks, dem Onlinemarktplatz DaWanda und dem Portal für Lieferdienste pizza.de bereitgestellt.
Hier eine Übersicht über die bisher eingebundenen Dienste:
- Brain Buddies (wooga, Social-Game)
- FunCards (Plinga Online-Game)
- MIKESTAR (Online-Karaoke)
- Pizza.de (Lieferdienste-Portal)
- Spendino (Fundraising-Werkzeug)
- spickmich (Lehrerbewertungsplattform)
- steereo (Musikportal)
- stern.de – Bilder des Tages
Um die Sicherheit der Nutzerdaten zu gewährleisten, kann für jede einzelne Applikation eine sogenannte Visitenkarte angelegt werden, mit der die User die Übersicht über ihre weitergegebenen Daten behalten können. Transparenz wird hier also groß geschrieben, schließlich ist das Image besonders des Schüler-VZ seit dem Vorfall im Oktober arg angekratzt.
Markus Berger-de León, CEO der VZ-Netzwerke, ist von dem Konzept überzeugt:
„Mit diesem einmaligen OpenSocial Konzept stellen wir unseren Mitgliedern neue praktische Funktionen innerhalb des Netzwerkes zur Verfügung, die die Nutzung bei höchstem Datenschutz und voller Daten-Kontrolle ermöglichen. Diesen umfassenden Schutz der Privatsphäre bei externen Applikationen bieten nur die VZ-Netzwerke.“
In einem Interview auf netzwertig.com mit Berger-de León überraschte der CEO mit der Aussage, dass auch Applikationen von Konkurrenzprodukten (wie Facebook) nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Dennoch behält man sich die Möglichkeit offen, bestimmte Anwendungen abzulehnen. Zudem soll es eine Öffnung des Systems à la Facebook Connect geben, sodass sich Nutzer mit ihren Anmeldedaten auf anderen Seiten einloggen können.
In der nächsten Zeit soll zusätzlich zur OpenSocial Plattform ein Bezahlsystem integriert werden, mit dem „Premiuminhalte oder -funktionen“ gekauft werden können. Vielleicht lässt sich damit ja auch gleich die Pizza bezahlen.
Mit diesem Schritt will das VZ-Netzwerk weiter in Richtung der Mehrwertdienste gehen, wie Facebook sie bereits zum Teil anbietet. Zwar existiert keine Implementierung eines Pizzabestelldienstes auf Facebook, ich halte diese auch nicht für sinnvoll. Ein guter Zug ist auf jeden Fall die Integration von Spickmich, dem Lehrerbewertungsportal mit 1.000.000 Nutzern. Nach einem gefühlten Stillstand bei den VZ-Netzwerken geht es wieder voran. Durch diese neuen Dienste, so kann ich mir vorstellen, kann es zu einem weiteren Wachstum der VZ-Netzwerke kommen. Wir können gespannt sein.



