Die Europäische Union hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben, in der die neuen Roamingpreise für SMS, Anrufe und Datendienste zum 1. Juli bekanntgegeben werden. Somit dürfen im EU-Ausland verschickte SMS-Nachrichten nur noch höchstens 11 Cent kosten. Handygespräche, die im Ausland getätigt werden, werden bis Juli 2011 schrittweise von derzeit 0,46 € auf 0,35 € pro Minute gesenkt. Für angenommene Anrufe sinkt der Minutenpreis von 0,22 € auf 0,11 €. Da ich es für unnütz halte in diesem Artikel die komplette Pressemitteilung mit eigenen Worten zusammenzufassen, folgt eine prägnante Liste der Beschlüsse, sowie ein Link zur Pressemeldung. Nachdem dieser Vorschlag bereits im September 2008 vorgelegt wurde, bin ich sehr begeistert über das jetzt endgültige Inkrafttreten dieser Regelung, da ich schon Befürchtungen hatte, dass es noch die nächsten Jahre diskutiert werden müsste.
- die Begrenzung des Preises, der Verbrauchern für den SMS-Versand im Ausland berechnet wird, auf 0,11 € (ohne MwSt.), gegenüber dem derzeitigen Durchschnittspreis von 0,28 € (in den Niederlanden und Portugal werden sogar über 0,35 € pro SMS verlangt).
- die deutliche Senkung der Datenroamingentgelte (der Kosten, die im Ausland für das Surfen im Web oder den Abruf von Filmen mit einem Handy anfallen) durch Begrenzung des Vorleistungsentgelts auf 1 € pro übertragenem Megabyte, gegenüber einem durchschnittlichen Vorleistungsentgelt von derzeit 1,68 € (Spitzenpreise sind: in Irland 6,82 €, in Griechenland 5,30 € und in Estland 5,10 €). Diese Preisgrenze wird 2010 weiter auf 0,80 € und dann 2011 auf 0,50 € fallen.
- den Schutz der Verbraucher vor unerwartet hohen Rechnungen durch die Option, den Dienst unterbrechen zu lassen, sobald ein Rechnungsbetrag von 50 € erreicht wird, wobei der Verbraucher auch einen höheren Betrag wählen kann. Die Betreiber werden bis März 2010 Zeit haben, um diese Transparenzvorschriften umzusetzen. Erst kürzlich bekam ein deutscher Verbraucher, der in Frankreich ein Fernsehprogramm heruntergeladen hatte, eine Rechnung in Höhe von 46 000 € präsentiert.
- die weitere Senkung der Preisobergrenzen für Roaminganrufe. Die derzeitigen Höchstpreise von 0,46 € für im Ausland getätigte Anrufe und 0,22 € für im Ausland angenommene Anrufe werden am 1. Juli 2009 auf 0,43 € für ausgehende und 0,19 € für eingehende Anrufe gesenkt, dann ab 1. Juli 2010 auf 0,39 € und 0,15 € und schließlich am 1. Juli 2011 auf 0,35 € und 0,11 € (jeweils pro Minute, ohne MwSt.).
- die Einführung des Grundsatzes der sekundengenauen Abrechnung nach den ersten 30 Sekunden für alle ausgehenden und ab der ersten Sekunde für alle eingehenden Roaminganrufe. Gegenwärtig zahlen die Verbraucher für ihre Anrufe etwa 20 % mehr, als sie eigentlich telefoniert haben.
Pressemitteilung der Europäischen Union: KLICK


















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