Skype vs. Fring: die Auseinander- setzung spitzt sich zu

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Letzte Woche konnte Fring noch positiv von sich Reden machen, als die Zweiwege-Videotelefonie zwischen dem iPhone 4 und anderen Plattformen ermöglicht wurde. Jetzt liegt man sich aber  mit dem VoIP- und Instant-Messaging-Dienst Skype in den Haaren. Die zwei Unternehmen attackieren sich dabei in aller Öffentlichkeit über ihre Blogs.

Die Geschichte nahm seinen Anfang als Fring die Skype-Videotelefonie in seiner Software unterdrückte hatte, um so Bandbreite für die hauseigene Videotelefonie Platz freizuschaufeln. Daraufhin habe (zumindest laut Fring) Skype reagiert, indem Der Skype-Dienst in Fring komplett ausgeschaltet wurde. Diese Verhalten wird dann auch als wettbewerbsfeindlich bezeichnet. Skype konnte circa vier Jahre auch über die Fring-Software vewendet werden, bis zu dem Zeitpunkt, als Fring schließlich selbst Videotelefonie für das neue iPhone 4 möglich machte.

Skype sieht das erwartungsgemäß anders. Im eigenen Blog bezeichnet man daher den Vorwurf, dass das Unternehmen Fring blockiere als falsch. Im Gegensatz dazu habe Fring nämlich die Skype-Software auf eine Weise eingesetzt, für die sie nicht ausgelegt sei. Somit wurde seitens Fring gegen die Nutzungsbedingungen der Skype-APIs verstoßen. Seit einer Weile läge man daher mit Fring in Gesprächen. Durch die nicht genehmigte Nutzung von Skype habe die Marke und das Ansehen von Skype Schaden genommen. Zudem habe der kostenlose VoIP- und Multimessenger-Client Fring die Videotelefonie via Skype auf dem neuen iPhone unterbunden. So blieben die Skype-Anwender enttäuscht zurück und die Marke Skype habe weiter darunter gelitten. Laut Skype sei es ferner richtig, dass die widerrechtliche Nutzung der APIs blockiert werde, dies gelte aber nicht für Fring. Schließlich habe das Unternehmen autark entschieden, Skype zu entfernen.

Wer die Wahrheit im vorliegenden Fall sagt, ist schwer zu entscheiden. Wahrscheinlich liegt sie irgendwo in der Mitte zwischen den Blogeinträgen bei Skype und Fring . Leidtragende aber sind hier vor allem die Anwender. Nicht nur die iPhone 4 Besitzer sind dabei von der Skype-Abschaltung in der Fring-Software betroffen. Auch Kunden, die die Gratis-Software zum Beispiel für ihr Android-Smartphone verwenden, gehören zu den Verlieren. Die Skype-Unterstützung war vor einiger Zeit noch das Besondere bei Fring. Kaum ein anderer kostenloser Messaging-Client für Mobiltelefone bot nämlich die Möglichkeit mit Skype zu kommunizieren.

[via: Golem; Bild: Flickr/jess2284]

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