Social Media Experiment Dio in der offenen Beta

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Wenn jemand mir gegenüber den Namen Dio erwähnt, dann denke ich an Ronnie James Dio – den legendären Sänger der leider bereits verstorben ist. Jetzt kann man allerdings noch etwas anderes mit dem Begriff verbinden – Das Social Media Experiment Dio von Linden Labs.

Linden Labs? Klingelt es da ein bisschen im Kopf? Ihr wisst, dass ihr den Namen schon einmal gehört habt, aber wisst nicht mehr wo? Ich verrate es euch. Linden Labs sind die Entwickler von Second Life – dem Spiel das nie seine Erwartungen erfüllen konnte, ein zweites digitales Leben für uns zu sein. Aber trotz der Vergangenheit wollen wir Linden Labs mal eine Chance geben und einen Blick auf den Dienst werfen. Da sich Dio in der offenen Beta befindet, kann man sich einfach registrieren wenn man auf “Request an invite” klickt. Man kann sich alternativ manuell oder per Facebook Login anmelden. Eine Verknüpfung zu Facebook hat Vor- und Nachteile. Hier sollte man abwägen, ob man Linden Labs seine Daten in die Hände geben will.

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Was genau ist Dio? Dio versteht sich als Dienst, der Räume zu bestimmten Themen verwaltet und die man miteinander verbinden kann. Dio soll also eine Stadt aus thematisch sortierten Medien sein. Ist auf den ersten Blick etwas abstrakt aber ich erkläre es noch einmal genauer.

Man legt einen sogenannten Room an. Dieser Room ist ein wenig wie eine Webseite oder wie ein Blog. Man kann einen Room zu jedem Thema anlegen, das man möchte. Dieser Room kann drei Privatsphäre-Einstellungen haben. Entweder man erstellt ihn nur für sich selbst, nur für seine Freunde oder stellt ihn direkt öffentlich für alle dar.

Man kann zum Beispiel einen Room für die eigene Hochzeit einladen und dann über Facebook oder der Freundesliste in Dio den Leuten Zugriff gewähren. So können Freunde und Familie dort Videos und Fotos ansehen, die aber sonst niemand im Netz sehen soll.  Oder man hat selbst ein Geschäft mit Handarbeitswaren und stellt seine Produkte dort öffentlich online, damit die Leute sie begutachten können – ein bisschen wie bei Pinterest.

Dio ist noch in den Startlöchern aber bei mir will noch nicht dieses “da muss ich unbedingt mitmachen” Gefühl aufkommen. Zudem wirkt der Dienst durch die Integration von Facebook Kommentaren eher wie eine zweitklassige Funpic-Seite. Designtechnisch kann Dio nicht punkten. Die Idee ist gut, aber meines Erachtens noch nicht ausgereift. Ob das Netz einen Dienst wie Dio braucht? Nicht in dieser Form. Aber Linden Labs hat Zeit aus der Beta was Schönes zu machen. Hoffentlich nutzen sie es.

– via Polygon -