Sony will sein Lesegerät für E-Books Anfang 2009 auf den deutschen Markt bringen. Damit wird das Unternehmen mit Amazons Kindle konkurrieren, der im Herbst nach Deutschland kommen soll. Der Sony Reader hat die Größe eines Taschenbuchs, wiegt 260 Gramm und ist knapp einen Zentimeter dick. Das Display verfügt über eine Schwarz-Weiß-Anzeige und verzichtet auf Hintergrundbeleuchtung. Wie bei einem Buch ist das Lesen also nur mit zusätzlichem Licht möglich.
7.500 Seiten
Der Sony Reader PRS-505 wurde im Oktober 2007 für einen Preis von rund 300 US-Dollar vorgestellt und ist seitdem in den USA zu haben. Wenn das Gerät nach Deutschland kommt, wird es also schon fast zwei Jahre alt sein. Das Produkt nimmt laut Hersteller rund 160 Bücher im internen Speicher von 192 MByte auf und ist mit Memory Stick Duo oder SD-Card erweiterbar. Das E-Ink-Graustufen-Display mit einer 6-Zoll-Bilddiagonale erreicht eine Auflösung von rund 170 Pixeln pro Zoll. Eine Akkuladung soll für das Aufschlagen von rund 7.500 Seiten reichen. Das Aufladen des Akkus über eine USB-Verbindung dauert nach Sonys Angaben 4 Stunden, mit dem zusätzlich erhältlichen Ladegerät seien nur 2 Stunden nötig.
Sony vs. Amazon
Dem Sony Reader fehlt bislang eine Suchfunktion, so dass sich E-Book-Inhalte auf dem Gerät nicht durchsuchen lassen. Der Nutzer kann also in den Dokumenten nur blättern, wie er es auch vom herkömmlichen Buch gewohnt ist. Zwar lassen sich Lesezeichen setzen, aber Notizen zu Textstellen oder das Markieren bestimmter Textstellen erlaubt der Sony Reader nicht. Er zeigt darüberhinaus die Bildformate JPEG, GIF, PNG und BMP an.
Amazons Kindle bietet dabei zusätzliche Funktionen wie Drahtlosübertragung. Das Unternehmen arbeitet in den USA mit einem Mobilfunkanbieter zusammen, so dass Nutzer Bücher auch unterwegs kaufen können. Welches Gerät sich durchsetzten wird, hängt vor allem davon ab, welche Verlage die jeweiligen Anbieter als Partner gewinnen können. Sony will bereits im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse bekannt geben, mit welchen Verlagen das Unternehmen zusammenarbeiten wird. Auch Amazon will die Gelegenheit nutzen, um seine Pläne zu präsentieren.


















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