
Als ich das erste Mal im Freundeskreis auf Soundcloud aufmerksam gemacht wurde, dachte ich schon: “Ohh nee, bitte nicht schon wieder eine neue Community“. Nur leider habe ich mich da gewaltig getäuscht. So wie Flickr eine exzellente Plattform für alle Fotoliebhaber ist, so bietet Soundcloud eine hervorragende Lösung für alle an, die Audiofiles tauschen, teilen oder an ihnen arbeiten möchten. Und das kostenlos.
Es handelt sich bei Soundcloud nicht um eine klassische Social Networking Plattform wie sie beispielsweise Facebook oder StudiVZ darstellen und deren Fokus auf die Aufrecherhaltung von sozialen Kontakten gelegt ist. Zwar bietet auch Soundcloud die Möglichkeit an, Freunde hinzuzufügen und Nachrichten auszutauschen, jedoch ist alles mit einem Ziel verbunden: der barrierefreie Austausch von Musikdateien. Die Zeiten, in denen man einen produzierten Track auf ein Portal erst einmal hochladen musste, um im Anschluss daran einen Downloadlink zu versenden, sind nun passé.
Der User kann hier nämlich seine Tracks einfach auf seine Soundcloudseite hochladen und dann seinen Community Mitgliedern zusenden. Auf der Empfängerseite muss nun nichts mehr gedownloadet werden, sondern kann via Stream angehört werden. Darüber hinaus bekommt man als Künstler ein viel differenziertes Feedback als ein „schön“ oder „gefällt mir gar nicht“zurück. Die Datei wird nämlich grafisch dargestellt und der User kann einen Comment an jeder beliebigen Stelle setzen. Sicherlich ein praktisches Tool, besonders für Bands oder Dj-Teams, die räumlich getrennt voneinander arbeiten müssen.Als weiteres Feature bietet Soundcloud die Möglichkeit seine Soundfiles auf andere Profilen einzubinden. So ist es beispielweise möglich seinen persönlichen DJ Mix auf seinen Facebook Account zu stellen.
Das Wired Magazin berichtet von 160.000 Künstlern, darunter auch Beck, die auf die neue Palttform bauen. In einer Brandeins-Ausgabe habe ich zudem von meinem Kindheits-Idol Vanilla Ice gelesen. Der schon etwas in die Jahre gekommene Rapper verfüge demnach über einen zahlungspflichtigen Profi Account, mit dem man einen noch größeren Funktionsumfang zugebilligt bekommt.
Da ich schon selber mit Soundcloud in Kontakt gekommen bin, sehe ich hier definitiv einen Mehrwert für alle Musiktreibende. Ausufernde Phantasien in der Form, dass hier Myspace mit seinen über 200 Millionen Mitgliedern bald überholt werden könne, teile ich jedoch nicht, da bei Soundcloud der Fokus lediglich auf den unkomplizierten Austausch von Musikdateien gerichtet ist. Dieses Angebot ist somit eher für einen limitierten Personenkreis interessant.




nutze auch soundcloud, finde es auch sehr cool. Aber da die Seite sehr viel Flash verwendet, macht sie meinen PC doch echt lahm.