
Dass wir nur eine Umwelt haben, ist vielen klar. Sogar viele Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen, der Verband Bitkom und auch die Bundesregierung sehen das endlich ein und schließen sich zu einer Green IT-Allianz zusammen.
Dieser Zusammenschluss versteht sich als eine Initiative der ITK-Wirtschaft und ist als Resultat aus dem 3. Nationalen IT-Gipfel im November 2008 hervorgegangen. Die wichtigsten Ziele der Green IT Allianz liegen laut der Pressemitteilung der Bitkom in der Weiterentwicklung einer politischen und wirtschaftlichen Agenda für Green IT. Auch Privathaushalte sollen erreicht werden. Dadurch soll sowohl die Rolle der ITK-Branche bei Green Technologies erweitert, als auch die Export-Chancen deutscher Technologieanbieter verbessert werden. Zudem soll eine Kooperation zwischen Anbietern, Anwendern, Politik und Wissenschaft intensiviert werden.
Neben der offensichtlich stark wirtschaftlichen Ausrichtung soll allerdings auch die Umwelt geschont werden. Dieses soll mithilfe verbesserter und effizienter Technologien geschehen, um die „internationalen und nationalen Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig die Energiekosten in Wirtschaft, Verwaltung und Privathaushalten zu senken“, so BITKOM-Präsident Scheer. Auch die Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan stimmt in diesen Ton ein, indem sie sich dafür einsetzt, energiesparende Hardware zu entwickeln. Die Tatsache, dass sich Computerleistungen immer weiter erhöhen, gleichzeitig zwar billiger werden, sich aber zu energiehungrigen Ungetümen entwickeln, ist als Problem erkannt.
Um hier einen anderen Weg einzuschlagen und als Vorbild zu fungieren, fördert das Bundesforschungsministerium deshalb unter anderem das Spitzencluster Cool Silicon in Dresden. Dieses riesige Rechenzentrum soll bis 2013 fertiggestellt sein, doppelte Leistung erzielen, aber weit Energieeffizienter sein als bisherige Rechnercluster. Des Weiteren soll die Energieeffizienz im Rechenzentrum des Bundes bis 2013 um 40 Prozent gesteigert werden. Außerdem nimmt sich die Allianz vor, an einer Art Ranking für Technologien mit dem geringsten CO2-Ausstoß zu arbeiten und die Entwicklung und Einführung der besten Green IT Produkte voranzubringen.
Seit der CEBIT 2009 existiert bereits eine kostenfreie Green IT Projektberatung, um Unternehmen und Behörden über Möglichkeiten zum Stromsparen und über die Bedeutung von Green IT aufzuklären sowie zu beraten. Initiatoren dieses Projektes sind das BMU, das Umweltbundesamt und die KfW Bankengruppe.
Diese Projekte sind zweifelsohne äußerst sinnvoll und unterstützenswert. Zumal in Deutschland nach einer Studie des Fraunhofer Instituts die Produktion und Nutzung von IT Produkten ca. 10% des Stromverbrauchs ausmachen. Die Tendenz ist immer noch steigend. Leider wird wieder nur die Industrie und nicht der Privatverbraucher unterstützt. Eine Abwrackprämie für alte, ernergiesaugende IT Produkte würde bestimmt die Wirtschaft ankurbeln. Könnte man sich mit energiesparender Technologie eindecken, wäre sowohl der Umwelt als auch der Wirtschaft geholfen.


















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