Telekom präsentierte LTE in Köln – Stereopoly war dabei

Die Telekom lud ein und die Blogger folgten: Am 16. Juni flog ich eigens von Berlin nach Köln, um der LTE-Präsentation beizuwohnen und LTE einmal selber auszuprobieren. Erstes Fazit: LTE ist schneller als mein DSL zu Hause, es ist aber auch noch wie Fahren auf einer leeren Autobahn.

Zunächst hat die Telekom die Stadt Köln mit LTE im 800-Megaherz-Band versorgt. In diesem Band sind Übertragungsraten von 100 MBit möglich, wobei eine Funkzelle einen Radius von etwa 10 km hat. Noch sind diese Funkzellen unbevölkert, sodass LTE tatsächlich schneller ist als das hier installierte WLAN oder mein DSL-Anschluss zuhause. Welche Datenraten damit erreicht werden, wenn sich erst einmal viele Nutzer im Netz tummeln, bleibt natürlich abzuwarten.

Allerdings will die Telekom bei steigender Nutzung das Netz weiter verdichten und auch 1,8 und 2,6 Ghz-Bänder nutzen, die wahlweise höhere Bandbreiten oder Geschwindigkeiten bei allerdings geringerem Radius ermöglichen. Noch im Herbst 2011 beginnt die Telekom mit dem LTE-Ausbau in allen Städten oberhalb von 100.000 Einwohnern. Genaue Angaben über das Voranschreiten des Ausbaus wurden nicht gemacht.

Ab Juli können Endkunden das Netz in Köln nutzen. Als Endgeräte bietet die Telekom einen Router sowie einen Surfstick an. Beide sind auch für kommende Erweiterungen in höhere Frequenzbänder gerüstet. Trotz des nahen Verkaufsstarts wurden auch bei hartnäckigen Nachfragen meinerseits leider keine Preise genannt – die dürften spätestens in zwei Wochen gelüftet werden.

Klar ist nur: Es wird bis auf weiteres keinerlei Aufpreise bei den Datentarifen geben und auch kein separater LTE-Tarif angeboten werden. Wer einen Datentarif bei der Telekom hat, kann zum gleichen Preis über LTE online gehen und muss nur das neue Endgerät dafür kaufen. Apropos Endgeräte: Auf meine Frage nach Smartphones gibt es noch keine Antwort. LTE sei für Telefonie völlig überdimensioniert, so das Statement des Telekom-Mitarbeiters. Das klingt dann noch ein wenig nach einer Ausrede dafür, der Kundschaft schlicht kein 4G-Smartphone anbieten zu können. Auf die ersten Geräte wie das Google Nexus 4G werden wir noch eine Weile warten müssen.

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