
Der Microbloggingdienst Twitter mausert sich immer mehr zur Anlaufstelle für alle Arbeitsuchenden. Die Plattform verbindet schließlich mehrere Vorteile auf einmal. Neben einer gewaltigen Reichweite, die gewöhnliche Jobplattformen nicht aufbringen können, ist auch das Publikum der Seite keinen Grenzen ausgesetzt. Das Potenzial von Twitter wird nun mehr und mehr von Personalern als auch auf der Seite der Jobsuchenden geschätzt.
Nach William Fischer, einer der Mitbegründer der WorkDigital Ltd., die unter anderem die Seite TwitJobSearch Seite ins Leben gerufen haben, wurden allein im letzten Monat 340.000 Jobs auf Twitter gelistet. Er betrachtet Twitter als ein einfachen, raschen und günstigen Weg, um passendes Personal zu finden. Große Jobportale betrachten Twitter dabei nicht als direkten Konkurrenten. So äußerst sich die Country Managerin & Sales Directorin Austria, Barbara Wiesinger von Monster Worldwide ziemlich entspannt, indem sie darauf hinweist, dass Monster seine Angebote schließlich auch auf Social-Media-Kanälen wie Facebook, Twitter und Youtube verbreiten würde.
Mit JobDeck hat TwitJobSearch vor Kurzem ein neues Tool veröffentlicht, das Twitter nach Jobanzeigen absucht und hierbei den Kontext berücksichtigt, in dem gewisse Schlüsselbegriffe verwendet werden. Die Anwendung listet dabei auch Tweets von einigen Personalabteilungen auf und indiziert zudem Stellenangebote von Portalen wie LinkedIn. Werbetreibende von Weltmarken wie Adidas nutzen JobDeck bereits zur Ausschreibung von vakanten Stellen. Gegen Bezahlung bekommt man eine bessere Positonierung bei der Auflistung der Suchergebnisse zugewiesen.
Bei meinem kleinen Eigenversuch konnte ich feststellen, dass Twitter bei der regionalen Suche vor allem für amerikanischen Großstädte einige Treffer ausspuckt. Hierzulande hinken wir dem neuen Twitter-Trend wohl noch etwas hinterher.

















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