Gestern hat der EU-Ministerrat die Nutzung des 900-MHz-Bandes für andere Dienste als GSM freigegeben. Einzige Auflage hierfür: die Kompatibilität zum GSM-Netz muss gewahrt sein. Für die Nutzer ändert sich allerdings nicht viel.
Für die Netzbetreiber Vodafone und T-Mobile entstehen aus dieser Freigabe Vorteile. Die beiden nutzen das 900 MHz Netz und können es in Zukunft für UMTS-Dienste einsetzen. Der Vorteil hierbei ist, dass eine gute Netzabdeckung mit einer geringeren Dichte der Basisstationen möglich ist. E-Plus und O2 nutzen das 1800 MHz Netz und müssen eine ähnliche Stationsdichte wie für das UMTS-Netz schaffen.
Die aktuellen UMTS-Geräte wie zum Beispiel UMTS-USB-Sticks, Notebooks oder PDAs und Handys werden diese neuen-alten Frequenzen jedoch noch nicht auf diese Hochgeschwindigkeits-Datendienste zugreifen können. Trotz großer technischer Ähnlichkeiten sind dennoch einige Unterschiede zwischen UMTS- und GSM-Netz vorhanden. Im GSM-Netz gibt es eine feste Kanalbreite von 200 kHz. Bei UMTS kann diese 200 kHz oder ein Vielfaches davon betragen. Durch das Zusammenschalten mehrerer Kanäle lassen sich die hohen Datenraten erzielen. Diese Technik würde auch im GSM-Netz angewandt werden und so dazu beitragen, dass alte GSM-Geräte und neue sich nicht in die Quere kommen.
Generell ist die Freigabe von anderen Frequenzbereichen für UMTS und andere Dienste positiv zu bewerten. Nur so werden die Netzbetreiber die steigenden Nutzerzahlen managen können, ohne überlastete Netze zu haben.


















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