Mal eine gute Nachricht: Nachdem diese Woche eine Welle der Empörung bezüglich der Abmahnungen des Outdoor Herstellers Jack Wolfskin gegen Kleinhändler des Portals Dawanda durchs Netz schwappte, wird der “böse Wolf” nun doch zahm.
Wie ich finde, hat Jack Wolfskin ziemlich cool und angemessen reagiert. Wie bei der Zeit und in einer Unternehmensmitteilung von Jack Wolskin zu lesen ist, werden die Fälle nicht weiter verfolgt und die Verhaltensweise des Unternehmens gegenüber kleingewerblichen Anbietern überarbeitet.
Tatze hoch! So sollte es sein. Ich hatte in erster Aufregung überlegt, ein Statement auf meinem täglich und gerne getragenen Jack Wolfskin Rucksack zu hinterlassen, aber die beispielgebende Reaktion der Marke hat mich überzeugt. Ich hoffe, dass sich so mancher Abmahnanwalt von diesem Beispiel inspirieren läßt.
…und ein kleines Bisschen bin ich auch Stolz auf die Blogger-/Webgemeinde, die diesen Umschwung erst ermöglicht hat.
PS: Dank an den Blickwerfer für den Link zum PDF!

















Gern geschehen
Ich finde das Verhalten von Jack Wolfskin vorbildlich und sollte wegweisend sein. Ich bin ebenfalls stolz auf Blogger- und Internet-Gemeinde. Das Internet scheint mehr und mehr ein Kontrollorgan für solche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Missstände zu sein. Die Feder scheint wieder stärker als das Schwert zu sein.
@ all, die die Einsicht und Vernunft von JW preisen:
JW rudert nicht zurück, knickt nicht ein, sieht nichts ein!
JW beharrt weiter starrsinnig auf seinem Dogma: alle Pfoten, Tatzen, Hand- und Fußabdrücke, oder ihnen auch nur entfernt ähnelnde Formen, sind sein alleiniges Eigentum!
Die Rücknahme der 10 aktuellen Abmahnungen sind ein reiner Gnadenerweis.
Und wenn ich alle Infos sehe, die durch diesen Vorfall erstmal (wieder) ans Licht einer breiteren Öffentlichkeit gelangt sind, gibt es nur ein Fazit:
JW bleibt bis auf weiteres ein absolutes “no go”!
Naja wenigstens ein kleiner Sieg. Ich denke mal, das man sich meist eigentlich auch außergerichtlich einigen könnte, wieso man den langen Weg über Anwälte und damit verbundene Kosten gehen muss und dann vor allem bei Blogs noch an Internet-Symphatie einbüßen muss, bleibt mir weiterhin ein Rätsel.