Verliert Apple seinen Chef-Designer?

Das könnte hart werden für Apple. Der Erfolg der Firma ist zwar untrennbar mit Steve Jobs verbunden, der gerade wieder krankheitsbedingt pausieren muss, aber noch jemand anderes hat massiven Anteil am Erfolg: Chefdesigner Jonathan Ive.

Und der könnte bald gehen, wie Andreas drüben bei t3n schreibt. Eigentlich hätte Ive keinen Grund dazu, Problem aber: Er ist Brite und möchte drei Jahre, nachdem er von Apple “goldene Handschellen” im Wert von 18 Millionen britischen Pfund erhalten hat, mehr Zeit für sich und seine Familie haben. Ihm schwebt vor, seinen Job künftig teilweise von England aus zu erledigen und regelmäßig nach Cupertino zu pendeln.

Apple wurde ja schon öfter Sektenhaftigkeit nachgesagt. In diesen Rahmen passt auch die Entscheidung, einen Umzug nach England nicht zu akzeptieren. Ive entscheide sich gegen Apple, wenn er sich für England entscheide, so die seltsame Aussage des Konzerns gegenüber der Sunday Times. Das ist schon krass, schließlich handelt es sich bei Ive um einen der größten Industrie-Designer der Gegenwart, der unter anderem iPod, iPhone und die letzten Mac Books entworfen hat.

Dabei müsste es doch möglich sein, Ive zumindest weiterhin die wichtigsten Linien vorgeben zu lassen – schließlich ist die Design-Arbeit bei Apple so oder so nur in einem großen Team zu erledigen und kann nicht von einem “Gott” in Eigenregie getan werden, egal ob der nun Jobs heißt oder Ive. Was meint ihr: Kann Apple es sich wirklich erlauben, Jonathan Ive zu verlieren?

[Bild (CC) Flickr/marcopako ]

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