Während des Sex oder auf dem Klo: Es gibt kaum Tabuzonen für mobiles Surfen

Retrevo_Studie

Mit der wachsenden Zahl an Smartphones und Laptops stellt sich einem die Frage, ob manch einer unter uns nicht mehr damit klarkommt, offline zu sein und das Phänomen der Internetsucht sich weiter ausbreitet. Zu Recht?

Im Rahmen einer von Retrevo durchgeführten Studie wurden die Daten von 1.000 Facebook und Twitter- Anwender untersucht, um sich ein Bild darüber zu machen, wann, wo und mit welchem Zeitaufwand die Social Media-Accounts betrieben werden. Laut dem Bericht unterbrechen fast Hälfte der Nutzer unter 25 und 27 Prozent der über 25-jährigen ihre Mahlzeiten, um sich auf ihren Social Media Portalen wie Facebook und Twitter auf den neuesten Stand zu bringen. 11 Prozent gaben gar an, sich während eines intimen Stelldicheins upzudaten. Wie das gleichzeitig funktionieren soll, ist mir aber noch ein Rätsel.

Immerhin 24 Prozent der unter 25-jährigen und 12 Prozent der über 25-jährigen lassen sich von elektronischen Nachrichten unterbrechen, während sie sich auf dem “stillen Örtchen” befinden. Insgesamt betrachtet sahen 32 Prozent der Befragten, eine Mahlzeit nicht als Tabuzone für Smartphones & Co an. Für sieben Prozent galt das Gleiche für die intimen Momente des Lebens. Eine weitere Studie stützt diese These. Hier konnte herausgefunden werden, dass 15 Prozent der Amerikaner schon Mal ihren Sex unterbrochen haben, um einem Handy-Anruf entgegenzunehmen.

Nach der Retrevo Studie scheinen die iPhone-Nutzer zudem für die Social Media Plattformen empfänglicher zu sein, ob dies allerdings mit dem Gerät oder aber mit der Persönlichkeit eines iPhone Besitzers zusammenhängt, konnte im Rahmen der Studie nicht aufgeklärt werden.


4 Kommentare

  1. Dass Leute sogar auf dem Klo surfen, beweist das wunderbare Chatroulette-Video von Ben Folds, das während eines Konzerts enstanden ist: http://www.youtube.com/watch?v=AEYxiK0kpEw
    ca. ab Minute 3:30 kommt “BAM” ins Bild ;-)

  2. Rettet den Dativ! Während des Sex …

  3. “Wie das gleichzeitig funktionieren soll, ist mir aber noch ein Rätsel.”

    Das funktioniert sicherlich irgendwie, aber der gesunkene Respekt gegenüber den Mitmenschen (sei es in dieser Situation oder im Bus oder beim Essen) oder dem Gesprächspartner, der mir auf dem Örtchen lauschen muss: Unfassbar!

    Allerdings kann ich die Sucht andererseits auch nachvollziehen. Heute früh im Wartezimmer erschrak ich vor mir selbst als mir mein nervös zuckender Fuß bewusst wurde und die Gedanken daran, was ich jetzt gerade alles am Rechner tun könnte, wenn ich hier doch bloß online wäre…

  4. @ Ben: Ihh, das geht ja mal gar nicht klar ;)
    @ Kabrett: Danke für den Hinweis! Ich habe es gleich geändert.
    @ Nicole: Ging mir ähnlich. Zuletzt im Toskana Urlaub. Eine Woche ganz ohne Surfen war doch ziemlich hart ;)

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