286 Facebook Gruppen gekapert

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Schwedische Datenschutzaktivisten haben in den letzten Tagen eine Vielzahl an Facebook Gruppen unter ihre Kontrolle gebracht. Sie hinterließen auf den gekaperten Gruppenseiten ihr Logo im Profilfoto sowie den Slogan Control Your Info. Dieses ist auch der Name der Gruppe.

Mit dieser Aktion wollen sie auf den unbefriedigenden Sicherheitsrichtlinien und Datenschutz von Facebook aufmerksam machen. Das ist ihnen definitiv eindrucksvoll gelungen. Ihr Vorgehen entspricht nicht einmal einer rechtswidrigen Aktion. Sie haben lediglich eine Sicherheitslücke ausgenutzt. Denn wenn der Administrator die Gruppe verlässt, kann sich jede andere Person als neuer Administrator registrieren. Diese Lücke hat Control Your Info nun bei 289 Facebook-Gruppen durchgeführt. Ein Administrator hat die komplette Kontrolle über die zu verwaltende Gruppe. So kann er den Namen der Gruppe ändern, ohne das die Gruppenmitglieder jegliche Information darüber erhalten. Der Admin kann auch Nachrichten an alle Gruppenmitglieder senden und die allgemeinen Informationen über die Gruppe modifizieren.

Fehler, Gruppe existiert nicht! Überprüfen Sie Ihre Syntax! (ID: 11)

Ziel von „Control Your Info” ist es allerdings nicht, die Nutzerdaten ausfindig zu machen und zu verkaufen oder Facebook an sich zu reißen. Ihre Absicht ist eine recht edle. Denn sie wollen auf die Sicherheitslücken und damit auch die Verletzlichkeit persönlicher Daten durch soziale Medien, wie Facebook oder StudiVZ, aufmerksam machen. Nutzer sollen aufmerksamer und vorsichtiger mit ihren eigenen Daten sein und nicht blind den Betreibern solcher Seiten vertrauen.

Laut Zdnet sagte ein Sprecher der Gruppe, Janis Roukkos, dass die ursprünglichen Daten der gekaperten Gruppen bis zum Ende der nächsten Woche wieder hergestellt werden sollen. Es sollen auch keinerlei Daten missbraucht werden.

Auch die überarbeiteten Datenschutzrichtlinien von Facebook gewährleisten nicht den Schutz, den er Nutzern bieten sollte. Wir berichteten auf STEREOPOLY, dass beispielsweise externe Entwickler der Facebook-Apps mehr Daten über die Nutzer erhalten sollen.

Die Moral von der Geschicht: Trau keinen sozialen Medien nicht.

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[…] sollen sich ferner ihrer Sorgfaltspflichten stärker bewusst werden. Datendiebstähle und Systemeinbrüche sollen durch strengere Sicherheitsmaßnahmen vermieden werden. Datenklau soll auch durch das […]

[…] der Datenlecks mit einer in der letzten Woche (11. November 2009) ans Tageslicht gekommenen Panne bei dem sozialen Netzwerk Facebook. Eine Schwedische Gruppe von Datenschutzaktivisten hat knapp 300 Facebook-Gruppen gekapert. Dies […]

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