Ärgernis Android-Updates – Versorung bei HTC und Motorola noch am besten

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Android mag das auf Smartphones derzeit am weitesten verbreitete System sein – die Update-Politik ist weiterhin ein Ärgernis und die so genannte Fragmentierung ein Problem. Fast die Hälfte aller Android-Nutzer warten darauf, endlich das vor 9 Monaten erschienende Android 2.2 „Froyo“ nutzen zu können.

Und das, obwohl der Nachfolger Android 2.3 „Gingerbread“ bereits im Dezember, also vor fast zwei Monaten, veröffentlicht wurde. Das Problem: Google gibt die Updates nicht direkt an die Kunden heraus, sondern nur an die Smartphone-Hersteller, die prüfen, mit welchen Geräten das ganze kompatibel ist – und lassen sich damit gerne viel Zeit . Ein bereits verkauftes Telefon bringt eben kein Geld mehr ein.

Wer ein gebrandetes Gerät eines Mobilfunkers erwirbt, wartet nochmal extra lange. In diesem Fall wandern die Updates über zwei Instanzen, bis sie endlich beim Kunden ankommen. Google kann kurzfristig nicht viel daran ändern. Anders als Apple oder Microsoft ist nicht streng definiert, auf welcher Hardware Android läuft und ob ein Update auf der gleichen Hardware noch laufen wird. Leider funktioniert der Smartphone-Markt nicht wie früher der PC-Markt, wo ein Rechner eine neue Windows-Version fast immer akzeptiert, wenn er nicht gerade völlig veraltet ist.

Wenn man sich die Verbreitung anschaut, sieht man, dass derzeit fast 58% aller Android-Smartphones mit der Version 2.2 („Froyo“) laufen. Nach fast zwei Monaten hat die neue 2.3 („Gingerbread“) noch nicht einmal 1% Verbreitung erzielt, während noch immer mehr als 10% der Geräte mit den völlig veralteten Versionen 1.5 und 1.6 arbeiten.

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Von den wichtigsten Herstellern Samsung, HTC und Motorola ist übrigens letzterer der schnellste. Durchschnittlich 55 Tage wartet ein Motorola-Kunde, bis ein von Google veröffentlichtes Update auf seinem Gerät ankommt. HTC liegt mit 56 Tagen knapp dahinter und bei Samsung sind es 159 Tage, allerdings warten Kunden von Sony-Ericsson, LG und Dell meist noch länger. Ausfälle gibt es in diesen Statistiken allerdings auch. Besitzer des Motorola Milestone warten trotz Ankündigung seit September letzen Jahres auf ihr Android 2.2 Froyo-Update.

Das ist längst nicht nur für Entwickler ärgerlich, die mit der Fragmentierung zu kämpfen haben, also ihre Software immer gleich mit mehreren Android-Versionen testen müssen, sondern auch für die Kunden. Es geht schließlich nicht um schöne neue Features sondern auch um die Sicherheit. Zumindest in Sachen Sicherheits-Update solltest Google dringend dazu übergehen, Patches anzubieten und direkt an die Smartphone-Besitzer auszuliefern.

[via CIO]

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[…] Wieso klappt es in Europa mit der Bereitstellung von Software-Updates nicht so wie in den USA, wo Motorola neben HTC zu den Zuverlässigsten zählt. Ich hoffe, in den nächsten Tagen etwas Konkreteres zum Froyo-Update berichten zu können […]

[…] Ärgernis Android-Updates – Versorung bei HTC und Motorola noch am besten – Stereopoly […]

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