Amazon steigt auf den App-Store Zug auf

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Was Apple kann, das kann Amazon schon lange, haben sich wohl einige Köpfe beim größten Online-Versandhaus für Bücher, CDs etc. gedacht. Denn im Februar wird eine limitierte Beta-Version des Kindle-Development Kits gestartet, mit dem Applikationen für den E-Book-Reader Kindle entwickelt werden sollen.

Die Software-Entwickler-Oberfläche soll natürlich nicht einfach nur so aus Spaß an der Freud starten. Dieser soll Entwicklern die Möglichkeit geben, Software speziell für den E-Book-Reader Kindle zu entwerfen. Damit können zum einen die Entwickler über einen App-Store Geld verdienen und zum anderen bietet es Besitzern des E-Book-Readers erweiterte Optionen für das Kindle. Allerdings ist hier wohl der wichtigste Aspekt, nicht alle zukünftigen E-Book Interessierten an Apples iSlate/ iPad zu verlieren.

Laut den Informationen auf Amazons Kindle-Entwicklerseite lässt sich dann „active Content“ programmieren, um beispielsweise Reisebücher mit aktuellen Wetterdaten zu versorgen, sodass Reise-Tipps den Witterungsbedingungen angepasst werden. Kochbücher können entwickelt werden, die die Menge der Zutaten eines Gerichts an die zu bekochende Personenzahl anpasst. Auch Spiele wie Kreuzworträtsel oder Sudoku werden wohl angeboten. Klingt aufregend, wie ein paar eingeschlafene Füße.

Amazon hat sich auch schon über die Monetarisierung Gedanken gemacht.
Es werden drei Modelle angeboten:

Kostenlos können Applikationen sein, die kleiner als 1 MB sind und weniger als 100 KB pro Nutzer und Monat an mobilem Datenvolumen verbrauchen. Hier zeigt sich Amazon großzügig und übernimmt diese minimalen Kosten.

Einmalige Bezahlung: Käufer einer Software zahlen einmalig für das Programm. Hier darf der mobile Traffic zur Aktualisierung nicht höher als 100 KB/Nutzer/Monat sein.

Monatliches Abo: Bei diesem Modell zahlt der Nutzer einen monatlichen Beitrag, um das Angebot nutzen zu können.

Wie kürzlich bekannt gegeben wurde, wird Amazon Autoren und Verlagen einen größeren Anteil vom Umsatz der E-Books abgeben. Nach den gleichen Konditionen werden auch in Zukunft die Entwickler beteiligt. Das Beteiligungsmodell ist aus dem Apple App-Store bekannt. Dieses sieht so aus, dass im Verhältnis von 70:30 abgerechnet wird. So erhalten Autoren, Verlage oder Entwickler 70 Prozent der Einnahmen und Amazon behält 30 Prozent. Dieses soll einen größeren Anreiz bieten, für Amazon tätig zu sein.

Fraglich ist, ob Amazon mit diesem Konzept wirklich etwas an der Tatsache drehen kann, dass es mittlerweile einiges an Konkurrenz für den Kindle E-Book-Reader gibt. Offenbar versucht der Onlinehändler nun einiges, um mehr Kunden an Land zu ziehen. So wird mit der Ausweitung des Verkaufs des E-Book-Readers Kindle DX ab dem 19. Januar 2010 in Europa und der Erweiterung des E-Book Angebotes für verschiedene Sprachen, für ein breiteres Spektrum an Kunden interessanter. Ob das Amazon hilft seine Marktposition zu halten oder sogar auszubauen?

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