Android 4.1 Jelly Bean auf der Google I/O: Was ändert sich im Vergleich zu Ice Cream Sandwich?

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Heute Abend war es soweit. Android hat endlich die neue Version ihres mobilen Betriebssystems vorgestellt. Der Name der neuen Version lautet Android 4.1 Jelly Bean. Wie man an der Version Nummer erahnen kann, handelt es sich hierbei nicht um ein komplett neues Redesign sein wie es unter Android 4.0 der Fall war, sondern um Optimierungen des vorherigen Betriebssystems.

Gleich am Anfang gab es einige Neuigkeiten zu den Statistiken der Android Nutzer. Auf der letztjährigen Google Entwicklerkonferenz konnte man stolz verkünden das bereits 100 Millionen Android- Geräte aktiviert wurden. Nach nur zwölf Monaten ist die Zahl enorm gewachsen. Den Meilenstein von 400 Millionen hat man bereits erreicht. Während vor einem Jahr rund 400.000 neue Android-Devices täglich aktiviert wurden, liegt die Zahl jetzt bei unglaublichen 1.000.000!

Project Butter

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Die erste Verbesserung von Jelly Bean wird bei Android unter dem Namen „Project Butter“ geführt. Man hatte sich dort zum Ziel gesetzt Android in der Bedienung noch flüssiger zu machen. Dazu hat man V-Sync in das Android-Framework integriert und erreicht so einen permanenten Frames per Second Wert von 60. Zusätzlich soll Android auf Berührungen des Touchscreens direkter reagieren.

Demonstriert hat man die Verbesserungen der Leistung mit einem Vergleich von Android 4.0 und Android 4.1 mit einer Hochgeschwindigkeitskamera. Im Vergleich zu Android 4.0 hat Jelly Bean selbst einer Kamera die 150 Bilder die Sekunde macht, ein flüssigeres Bild.

Diese Mini-Ruckler wurden unter Android schon immer beklagt. Es ist gut zu sehen, dass sich Android dieses Problems angenommen hat.

Neuerungen im Vergleich zu Ice Cream Sandwich

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Das sind die neuen Features unter Android 4.1 Jelly Bean. Als erstes gibt es Widgets, die automatisch ihre Größe verändern, je nach dem wie viel Platz auf dem Homescreen ist. Aber sie verändern nicht nur ihre Größe, sondern je nach dem wohin man das Widget zieht, verändern die Icons die sich bereits auf dem Homescreen befinden, ihre Position.

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Als nächstes kommt eine intelligentes Keyboard. Je nach dem was man schreibt, versucht das Keyboard zu erkennen welches Wort als nächstes kommen könnte und schlägt dieses vor.

Mit dem Auto unterwegs? Spracheingabe war bei mobilen Geräten immer so eine Sache. Hatte man kein Internet oder keinen Empfang, funktionierte es einfach nicht. Das ändert sich nun den Google hat es geschafft die Spracheingabe auch offline verfügbar zu machen.

Um Barrierefreiheit zu gewährleisten, sind Android-Geräte jetzt in der Lage mit verschiedenen Braille- Eingabegeräten zu interagieren.

Jelly-Bean-Kamera-App Android 4.1 Jelly Bean auf der Google I/O: Was ändert sich im Vergleich zu Ice Cream Sandwich? Google Android Software

Es gibt auch eine neue Kamera-App. Diese macht es noch einfacher, geschossene Fotos direkt anzusehen und zu teilen oder zu löschen. Im Allgemeinen sieht die Kamera intuitiver und durchdachter aus als die alte App.

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Dann gibt es eine neue Notificationbar. Viele Apps unterstützen es nun, dass man sie bei neuen Benachrichtigung erst gar nicht öffnen muss, sondern alle relevanten Informationen in der Notificationbar findet. Nicht nur das – man kann zum Beispiel bei der Foursquare-App direkt aus der Notificationbar kommentieren.

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Google hat auch eine neue Suche für Android vorgestellt. Diese Suche funktioniert entweder über Texteingabe im Google-Such-Widget oder über Spracheingabe. Verwendet man die Spracheingabe, liest einem das Android-Smartphone die Antworten zu der Frage bzw. dem Suchbegriff vor und stellt die Informationen direkt auf dem Screen dar. Bei der Texteingabe verhält es sich ähnlich. Hier werden relevante Informationen direkt von Google angezeigt und erst in einem zweiten Schritt Suchergebnisse des Internets. Mit diesen neuen Suchsystem stand Google bereits in der Kritik, da sie die Antworten zu häufigen Fragen selbst geben anstatt auf die relevantesten Webseiten zu verweisen. Viele Informationswebseiten befürchten hier einen Rückgang ihrer Besucherzahlen. Für den User sind diese Informationen allerdings sehr brauchbar.

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Google Now ist in die Google Suche integriert und beweist sich als interaktiver Tagesplaner. Anhand der aktuellen Position, Google Suchanfragen und individuellen Begriffen kann Google automatisch relevante Informationen für den Nutzer bereitstellen. Findet er sich zum Beispiel in einer fremden Stadt, kann Google automatisch passende Restaurants heraussuchen, die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen und Zeitpläne aufstellen, damit man nie wieder zu einem Termin zu spät kommt.
Weiterhin merkt sich Google Now zum Beispiel auch von welchem Fußballvereinen man Fan ist. Automatisch wird man über neue Spiele informiert und bekommt während der Spiele Updates zu den Spielständen. Das sind nur einige wenige Beispiele wie Google Now funktioniert.

Nur wann kommt endlich Android 4.1 Jelly Bean? Laut Google wird es ab Mitte Juli verfügbar sein. Und hier hat man sich den Wunsch der User zu Herzen genommen, was die Update-Politik vieler Hardwarehersteller betrifft. Man veröffentlicht 2-3 Monate vor dem offiziellen Release der Android-Version eine spezielle Vorabversion für die Hardwarehersteller. Diese sollen damit eine Chance bekommen ihre Geräte noch vor dem Release der neuen Version von Android anzupassen.

Damit möchte man verhindern dass die Entwicklerarbeiten der Hersteller erst dann beginnen wenn die neue Version offiziell erhältlich ist. Bei Jelly Bean hat man dies bereits getestet und einer Reihe ausgewählter Partner die so genannte „pdk“ zur Verfügung gestellt.

Ich begrüße diesen Schritt und hoffe das die Hardwarehersteller dies als Chance verstehen mit den Wünschen ihrer User in Einklang zu kommen.
Das waren soweit die Neuerungen von Android 4.1 Jelly Bean. Wann ihr dieses Betriebssystem auf euer Smartphone bekommt, steht allerdings noch in den Sternen. Viele Geräte haben bislang noch nicht einmal ein Update für Ice Cream Sandwich erhalten.

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