Android: Fragmentierung sorgt für schwindendes Interesse bei Entwicklern

Android-Rekorde Android: Fragmentierung sorgt für schwindendes Interesse bei Entwicklern Google Android Moderne mobile Betriebssysteme, wie zum Beispiel iOS, Android oder Windows Phone, leben vor allem von einem: den App Stores und dementsprechend natürlich auch von den dort aktiven Entwicklern. Um den Kunden eine möglichst große Anzahl an qualitativ hochwertigen Apps zu bieten ist es aus diesem Grund notwendig, den Entwicklern ein möglichst attraktives Arbeitsumfeld zu bieten. Genau daran hapert es derzeit bei Google Android.

20120323-114625 Android: Fragmentierung sorgt für schwindendes Interesse bei Entwicklern Google Android
Wie man in der Grafik sehen kann, liegen sowohl das iPad als auch das iPhone in der Gunst der Entwickler weiterhin ganz weit vorne. Erst auf Platz drei und vier folgen Android-Smartphones und -Tablets – das Interesse ist im vergangenen Jahr nicht etwa gestiegen, sondern gefallen. Woran liegt das?

Im Prinzip kann man sagen, dass das Open Source Modell von Google Android, das regelmäßig als der große Vorteil des Betriebssystems angeführt wird, an allem Schuld ist. Die Offenheit hat nämlich seit der Veröffentlichung von Google Android dazu geführt, dass die Fragmentierung, also die Anzahl der sich im Umlauf befindenden Versionen, stetig zunimmt. So reicht die Palette von Android 1.5 bis Android 4 – von den unterschiedlichen Subkategorien ganz zu schweigen. Dies stellt für Entwickler eine Herausforderung dar, die immer weniger bereit sind anzunehmen. Und dann ist da noch etwas: während es bei iOS einen zentralen App Store gibt, gibt es bei Android gleich mehrere, was den Entwicklern die Monetarisierung ihrer Apps erschwert.

Google sollte an diesen Problemen arbeiten, ansonsten werden sich immer mehr Entwickler auf iOS konzentrieren. Am Ende des Tages müssen nämlich auch Entwickler mit ihren Apps Geld verdienen.

– via theregister

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Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich mag jetzt niemandem seine Statistik vermiesen, aber die Gründe werden andere sein. Wer die breite Masse erreichen möchte, kann ohne Probleme seine APPs mit dem 2er SDK schreiben und die bis zum 4er kompatibel machen. Wer die schnellere, schönere API braucht, hat eine andere Zielgruppe – nämlich die Benutzer mit den schnelleren Geräten und Android 4 – damit weiss man eben auch, dass das Gerät mit den Anforderungen mithält (bis jetzt).

  2. Bei iOS ist die Fragmentation auch vorhanden. Das Unternehmen Crittercism hat Anfang Februar eine Statistik herausgegeben, bei der untersucht wurde, wie häufig Apps auf den verschiedenen Platformen abstürzen. Dabei kam allerdings auch heraus, dass iOS noch mit 23 verschiedenen Versionen unterwegs ist (Android: 33). Daher finde ich es irgendwie schwachsinnig, dass alle Android-Problem einfach auf die Fragmentation geschoben werden.

    Vielleicht sollte man den Grund für den Interessensschwund lieber irgendwo anders suchen.

  3. Pingback: iOS-Fragmentation: immer mehr User updaten auf iOS 5.1 um

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