Apple AirTag macht alles im „Wo ist?“-Netzwerk auffindbar

Gestern nutzte Apple die erste Minuten ihrer April-Produktpräsentation, um ein neue „Gerät“ vorzustellen, dass nun schon ewig kommen sollte: Den Apple AirTag.

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Der Apple AirTag ist Apples Variante eines Bluetooth-Trackers für alles, außer den Apple-eigenen Geräten, die bisher schon über das „Wo ist?“-Netzwerk (engl. „Find my…“) auffindbar sind. Über „Wo ist?“ lassen sich schon lange iOS-Geräte und Macs finden, was insbesondere bei Diebstahl sinnvoll ist, aber auch natürlich die Person, die z.B. ein iPhone mit sich herumträgt. Dazu kann man den eigenen Standort mit Freunden und Familie dauerhaft oder zeitweise teilen.

Nun aber zu den AirTags. Diese sind im Grunde nichts anderes als kleine Gehäuse für Batterie und Funkchip, die man an allen möglichen Dingen anbringt, die man gerne so verliert. Die naheliegendsten Dinge sind hierbei natürlich Schlüssel und Portemonnaies. Apple hat sich mit ihren Tags etwas Zeit gelassen und so gibt es inzwischen nicht mehr nur Tile, sondern auch Chipolo und Samsungs Galaxy SmartTag. Inzwischen gibt es auch Tracker, die mit den Mobilfunknetzwerken über LTE und GPS arbeiten, z.B. den Curve von Vodafone, für den aber SmartSIM-Abo fällig wird und dessen Akkulaufzeit gerade mal bei einer Woche liegt.

Herkömmliche Tracker mit niedrig-Energie-Funk halten mit einer Knopfzelle i.d.R. bis zu ein Jahr. Apple AirTags haben auch eine ganz normale CR2032 Knopfzelle, die man wie bei Tile wechseln können wird und damit gehe ich auch hier von um ein Jahr Laufzeit aus. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern bleiben die AirTags und das „Wo ist?“-Netzwerk mit der dazugehörigen App Apple-only

Ich selbst habe seit 2018 Tile erfolgreich im Einsatz und alle diese Lösungen sind die logische Weiterentwicklung von den allerersten Schlüsselfindern, die man seit Ende der 1980er Jahre mit Pfeiffen innerhalb von 5 Metern zum Antworten bekam. Das Pfeiffen wurde nun eben durch Bluetooth LE und bei Apple auch noch durch UWB (Utrabreitband) für nahes, genaues Suchen & Finden ersetzt. Jedem Tag kann man einen Namen geben und diese dann über Siri suchen (bei Tile geht das z.B. auch mit Alexa oder Google Assistant).

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Ähnlich wie Tile-Netzwerk oder das SmartThings-Netzwerk von Samsung hat Apple sein „Wo ist?“-Netzwerk im Zubehörprogramm für Dritte geöffnet, in der Hoffnung, ähnliche Kooperationen wie Tile sie hat, in die Wege leiten zu können. Neben Kopfhörern von Belkin und den VanMoof E-Bikes wird auch ein neuer Chipolo, der im Sommer auf den Markt kommt, dieses Netzwerk von Apple nutzen.

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Tile hatte zuletzt mit Fitbit (jetzt Teil von Google) kooperiert, um deren Inspire 2 über das Netzwerk auffindbar zu machen. Andere Partner sind HP mit der brandneuen HP Elite Dragonfly Serie, aber auch Kopfhörerhersteller Sennheiser, Skullcandy und Bose machten ihre Kopfhörer über Tile auffindbar. Natürlich sind umgekehrt auch Smartphones und Tablets auffindbar, auf denen die Tile-App läuft.

Tile hat inzwischen auch vier unterschiedliche Formfaktoren für seine Mate-Tracker für die unterschiedlichen Einsätze. Hier scheint es, das Apple auf ein einziges Format setzt, dass dann mit Zubehör auf die jeweilige Nutzung angepasst wird. Das geht so weit, dass der Schlüsselfinder ohne Zubehör kein Loch für einen Schlüsselring hat.

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Preise & Verfügbarkeit

AirTags kommen einzeln oder in Viererpacks, wobei ein AirTag 35 € kosten wird und Vier 119 €. Man kann also 21 € ggü. einem Einzelkauf von vier Tags sparen. Damit liegen sie preislich beim Mate Pro von Tile, der aber eben ohne jegliches weitere Zubehör an einem Schlüsselring befestigt werden kann. Besitzt man keinen 3D-Drucker um sich selbst zu helfen, werden mindestens 13,95 € für einen AirTag-Halter von Belkin fällig. Das günstigste Apple-Original-Zubehör kostet 35 €. Von den absurden Hermès-Varianten mal völlig abgesehen.

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Die AirTags sind ab dem 23. April 2021 bestellbar und sind auf Wunsch mit kostenloser Gravur (max. vier Zeichen, auch ausgewählte Emoji) verzierbar. Wenn man also genau weiß, wofür man einen AirTag einsetzen will, ist das sicherlich eine tolle Option, sie entsprechend zu markieren. Ausgeliefert werden die Apple AirTags dann ab dem 30. April 2021. Das Selbe gilt für das Zubehör.

weiterführender Link: Apple-Produktseite

 

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Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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