Apple: Neue Indizien um Arbeit an eigenem Elektroauto aufgetaucht

Die Gerüchte, dass Apple an einem eigenen Elektroauto arbeitet, sind nicht neu und bisher schien es wahrscheinlicher, dass Vans, wie der abgebildete, für Apple Maps unterwegs sind, wie die Google Autos für Google Maps. Ein Rechtsstreit mit einem Akkuhersteller rückt die Tests in ein anderes Licht.

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Apple arbeitet daran einen Rechtsstreit mit A123 Systems durch einen Vergleich aus der Welt zu räumen, doch was macht A123 Systems eigentlich und weswegen verklagen sie die Technologiefirma aus Cupertino?

A123 Systems ist ein Großakku-Hersteller, dessen Energiespeicherlösungen in LKW und Bussen, aber auch in Elektroautos bzw. Hybridautos (z.B. BMW ActiveHybrid 3/5 HEV, General Motors Chevrolet Spark EV…) zum Einsatz kommen.

Andererseits arbeiten sie auch im selben Feld wie Tesla, die ja neulich publikumswirksam mit seiner stationären Akkulösung für Haushalte und Geschäfte auftraten, und bauen Akkus um Netzausfälle abzufangen, um z.B. für Funknetzstationen die Versorgung zu sichern.

Apple wildert nun in der Belegschaft von A123 Systems, wie auch angeblich schon zuvor bei Wettbewerbern Toshiba, LG, Samsung & Panasonic, um Talente aus dem Bereich Akkutechnologie abzuwerben. Das Gleiche ziehen sie ja auch mit Tesla ab, wobei es in dem Fall wohl in beide Richtungen läuft.

Der spezielle Fall vor Gericht nun dreht sich um den ehemaligen CTO (technischer Leiter) Mujeeb Ijaz von A123 Systems, der zuvor schon 16 Jahre bei Ford gearbeitet hat und von Apple abgeworben wurde. Da er ein monatliches Gehalt von 294.000 US-Dollar für den Wechsel aufgegeben hat, kann man nur spekulieren, wie viel Apple ihm bietet oder ob sie ihn mit einer Vision geködert haben, die beim Akkuhersteller, der ja nur ein Produkt baut, das andere Produkte möglich macht, einfach nicht Teil des Geschäftsmodells war.

Laut A123 Systems ist Apple tatsächlich daran interessiert irgendeine Art Akkutechnologie zu entwickeln, allerdings bleibt offen, ob diese tatsächlich für Autos Verwendung finden soll. Apple baut ja auch große, eigene stromerzeugende Anlagen (für die Stores, Datenzentren und Produktionsstätten) und daher liegt es für mich nahe, da sie wohl Tesla nicht kaufen werden, eher stationäre Speicherlösungen zu wollen, die die – durch Solaranlagen und Wasserstoffzellen – gewonnene Energie effizient speichern und abgeben, wenn beispielsweise die Sonne nicht scheint. Hier gelten die selben Gründe, wie sie Elon Musk von Tesla formuliert hat (siehe Video oben, Stichwort Gigafactory).

Es bleibt spannend.

Quelle: Business Insider | via: BGR

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Michael S.

Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.
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