Apple Keynote: Neue iMacs und neuer Mac mini – dünner ist besser

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Weiter geht es mit Apple und den Vorstellungen des vergangenen Abends. Nicht nur iPads standen auf dem Programmzettel, sondern auch noch neue iMacs und der Mac mini. Die iMacs waren bitter nötig und der Mac mini wurde wohlwollend betrachtet, wenn auch von den meisten eher als unnötig betrachtet. Aber schauen wir uns beides einmal genauer an, beginnend mit den neuen iMacs.

Der neue iMac

Was uns beim neuen iMac auffällt – er ist unglaublich dünn. Dünner als alle seine Vorgänger und hier muss der User nun auch Abzüge machen. Zwar sieht der iMac wirklich gut aus, quasi wirklich nur noch ein Monitor hinter dem man keine Hardware mehr erwarten würde, aber es fehlt ein optisches Laufwerk. Man könnte es jetzt – wie auch auf der Keynote geschehen – als antiquiert bezeichnen. Dennoch halte ich ein optisches Laufwerk immer noch für wichtig. In der kurzen Zeit, in der ich mit einem iMac gearbeitet habe, wurde das optische Laufwerk regelmäßig benutzt und sei es nur, weil ich irgendwelche CDs auslesen musste.

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Aber wieso lässt Apple das Laufwerk weg? Der iMac muss dünner werden. Laufwerke sind da im Weg. Also lässt man das weg, was Platz braucht. Das hat zwei Vorteile. Zum einen kann man dann den iMac auf die gewünschte niedrige Dicke bringen, zum anderen kann man Nutzern, die das Laufwerk dennoch benötigen, ein externes optisches Laufwerk verkaufen. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Und wenn man als Grund angibt, dass man es für veraltet hält, wird schon niemand widersprechen. Wer will schon als veraltet gelten?

Die Spiegelung des Displays hat man verringert. Um ganze 75% laut Apple. Das ist wünschenswert gewesen, denn so schön der iMac war. Wenn im Hintergrund auch nur ein bisschen Licht war, hatte man kaum mehr eine Chance etwas zu sehen. Und wenn man sich nicht gerade toll zurecht gemacht hat, lernte man dunkle Programme und Webseiten zu hassen. Weniger Spiegelung war also nötig und das begrüße ich durchaus.

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Das IPS-Display sorgt für einen ausgezeichneten Bildblickwinkel und auch die Farbechtheit der dargestellten Farben sollen laut Apple auf jeden Fall gewährleistet sein. Zusätzlich wird jedes Display einzeln und individuell kalibriert. Etwas, das nicht selbstverständlich ist.

Die Prozessoren der neuen iMac Reihe entsprechen den derzeitigen Standards. i5 Quad-Core-Prozessor von 2,7 GHz bis 3,2 GHz und für die ganz hungrigen Prozessorauslaster gibt’s optional auch i7 mit bis zu 3,4GHz. Auch die Grafik wurde überarbeitet. Hier kommt NVIDIA-Technologie auf Kepler-Architektur zum Einsatz. Zwar wirbt Apple damit, dass damit 3D-Spiele unglaublich viel Spaß machen, aber wir dürfen uns nichts vormachen. OSX war nie ein Betriebssystem, dass für Gamer ausgelegt wurde und auch der iMac ist kein Gaming-Computer. Zwar gibt es mittlerweile eine ordentliche Anzahl an Spielen die kompatibel sind (ich nenne hier mal Blizzard-Games und auch Sachen wie Minecraft), doch wirklich nützlich wird der iMac für Gamer erst, wenn mit Bootcamp ein Windows parallel installiert wird. Vor allem dann, wenn man Wert darauf legt, die Spiele zu spielen, die man spielen will und sich nicht unter den wenigen Mac-Games das gerade bessere aussucht.

Wer also Gamer ist, sollte entweder sofort zu einem Gaming-PC greifen, den er upgraden und verbessern kann, wenn es nötig ist, oder eben damit leben, dass er einen teuren iMac hat, dessen Spezifikationen fest sind und mit denen er dann eben leben muss.

Standardmäßig kommt der iMac mit einer 1IB-Festplatte und kann auf bis zu 3TB umgerüstet werden. Das klingt ordentlich und da ist nichts auszusetzen. Wer Videoschnitt macht, oder gern fotografiert wird sich hier über genug Platz freuen.

Der iMac wird mit einem Fusion Drive ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen Flashspeicher, dem eine Festplatte untergeordnet ist. Der Flashspeicher sorgt dafür, dass der Mac Aktionen unglaublich schnell vornehmen kann, weil ein Flashspeicher schnellere Reaktionszeiten hat als eine Festplatte. Auch wenn Apple uns das als große Revolution verkaufen möchte, diese Technologie gab es schon vorher und sie wurde auch vorher schon eingesetzt.

Mit an Board sind unter anderem Noch Thunderbolt, Wifi und USB3. Um mit anderen zu kommunizieren gibts eine HD FaceTime-Kamera und zwei Mikrophone. Mit zwei verbesserten Lautsprechern soll Musik noch besser klingen. Gerade bei den Mikrophonen hatte Apple Nachholbedarf. Diese klangen sonst recht blechern.

Entweder mit Mouse oder Trackpad lässt sich dann die Bedienung vornehmen. Wie bei allen Apple Produkten ist man angehalten hier das Original-Zubehör zu verwenden. Das gilt für Mouse, als auch für die Tastatur.

Kommen wir zu den Preisen und der Verfügbarkeit. Das Modell mit er 21,5 Zoll Bildschirmdiagonale bekommt man ab November für einen Preis ab 1349 Euro. Einen Monat später gibt es dann auch das 27 Zoll Modell für 1879 Euro.

Mac mini

Der Mac mini ist das was der Name bereits impliziert – klein. Mit einer Höhe von 3,6 Zentimeter und einer Seitenlänge von 19,7  Zentimeter sollte er wirklich auf jeden Schreibtisch passen und dort unauffällig sein Dasein fristen. Ein klares und schlichtes Alugehäuse wird nur von einem großen Logo auf der Oberseite unterbrochen. Passt also perfekt in Apples komplette Produktlinie.

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Die Standardausführungen aller drei Modelle sehen wie folgt aus:

2,5 GHz Mac mini (ab 629 Euro)

  • 2.5GHz dual-Core Intel Core i5
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • 500 GB-Festplatte
  • Intel HD Graphics 4000
  • OS X Mountain Lion

2,3 GHz Mac mini (ab 829 Euro)

  • 2,3 GHz Quad-Core Intel Core i7
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • 1 TB Festplatte
  • Intel HD Graphics 4000
  • OS X Mountain Lion

Mac mini mit OS X Server (ab 1029 Euro)

  • 2,3 GHz Quad-Core Intel Core i7
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • Zwei 1 TB Festplatten
  • Intel HD Graphics 4000
  • OS X Mountain Lion
  • OS X Server

Einige Dinge sind hier noch optional. Man kann sich beispielsweise bei den letzten beiden Modellen einen besseren Prozessor einbauen lassen. Für alle drei Modelle gibt’s optional die Möglichkeit 8 beziehungsweise 16 GB Arbeitsspeicher einsetzen zu lassen.

Das zweite Modell kann zudem entweder mit einer 256 GB großen SSD ausgestattet werden oder mit einem 1TG Fusion Drive (die oben bereits erklärte Kombinationsfestplatte aus Flashspeicher und Festplatte).

Das dritte Modell gibts optional mit einer oder zwei 256GB SSDs.

Anschlussmöglichkeiten sehen wie folgt aus:

  • Thunderbolt Anschluss (bis zu 10 Gbit/s)
  • FireWire 800 Anschluss (bis zu 800 Mbit/s)
  • Vier USB 3 Anschlüsse (bis zu 5 Gbit/s)
  • HDMI Anschluss
  • SDXC Kartensteckplatz
  • Gigabit Ethernetanschluss
  • Audioeingang/-ausgang
  • IR-Empfänger

Zu allen drei Modellen lässt sich die Apple Remote Fernbedienung dazu bestellen. Diese kostet dann aber extra.

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[…] war es wirklich beeindruckend, was Apple dort alles an neuen Produkten aufgefahren hat: ein extrem dünner iMac und ein neuer Mac Mini, das MacBook Pro Retina mit 13″ und natürlich das neue iPad 4 sowie ein iPad Mini. Und […]

[…] Apple auf dem Event an diesem Dienstag ja so einiges an Neuerungen aufgefahren hat, legt sich nun langsam aber sicher der Trubel und es wird wieder etwas ruhiger. […]

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