Appentwicklung für die Apple Watch – Möglichkeiten und Einschränkungen am Beispiel einer Tesla-App

Die Eleks Labs, eine Softwareschmiede aus der Ukraine, hat sich bei erscheinen der ersten WatchKit-SDK-Beta zusammen mit Xcode 6.2 direkt auf die neue Entwicklungsumgebung gestürzt und präsentiert jetzt die Früchte ihrer ersten Arbeit an einer App für das Elektroauto Tesla Model S.

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Diese Demo-App soll zeigen, was man derzeit als Entwickler mit WatchKit schon so machen kann, aber eben auch, was noch unzugänglich ist und die geweckten Erwartungen nach der Vorstellung der Smartwatch im September 2014 bislang nicht erfüllt.

[youtube k6MZCKBNgxc]

 

Zu den Einschränkungen gehören laut Markiyan Matsekh, Produktmanager bei Eleks, fehlender Zugriff auf so ziemlich alle Sensoren der Uhr. Weder Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Lautsprecher, Mikro oder die Taptic-Engine (Vibrationsmotor) stehen derzeit über APIs zur Verfügung. Obwohl die Apple Watch natürlich normale Touches erkennen wird, ist der Emulator derzeit nur auf Force Touch (also den Druck) als Eingabemethode ausgelegt und GPS steht nur einem verbundenen iPhone zur Verfügung.

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Trotzdem ist es recht beeindruckend, was man bei einem Model S jetzt schon alles steuern könnte. Die Übersicht glänzt mit Anzeigen zum Ladestand der Autobatterie, der Innenraumtemperatur und den gefahrenen Kilometern. Kontrollieren könnte man die Zentralverriegelung, die Scheinwerfer, die Klimaanalage und das Dachfenster. Die Positionsanzeige auf einer Karte und der Knopf für die Hupe, erleichtern das Wiederfinden auf einem unübersichtlichen Parkplatz. Die von Eleks Labs entworfene Benutzeroberfläche entspricht lau eigener Aussage auch allen Vorgaben von Apple (hält sich an die Designrichtlinien) – so ist diese App und die Erfahrungen der Entwickler, auch kein verkehrter Leitfaden für andere Programmierer, die sich auf Apples neue Plattform wagen möchten.

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Eleks Labs verbucht ihren Ausflug, in die Entwicklung der schon recht umfangreichen App, als Experiment und merkt an, dass die ganzen Einschränkungen, mit denen Entwickler derzeit noch zu rechnen haben, sich mit der Zeit und neueren Versionen des WatchKit SDK bessern werden, wie es auch beim iOS SDK der Fall war. Mit dem ersten iPhone OS SDK im März 2008 (bzw. der ersten nicht-Beta im Juli 2008) lag seinerzeit auch Vieles im Argen und es darf damit gerechnet werden, dass eine erste Vollversion, oder zumindest eine neue Beta für das SDK zusammen mit der Apple Watch im April erscheint.

Wer sich das Projekt mal ansehen möchte kann das auf Eleks Labs‘ GitHub Account, auf dem alle Ressourcen zur Verfügung stehen. Leute, die noch weiter einsteigen möchten, könnten sich auch das Blog und die Videos von iOS-Entwickler David Smith zu Gemüte führen: As I Learn WatchKit.

Quelle: Eleks Labs | via: Mac Rumors

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Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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